SV Stahl Uborn - SV 1879 Ehrenhain 1:2 (1:2)

Eine unglückliche Niederlage mussten die Kumpel gegen den neuen Spitzenreiter Ehrenhain hinnehmen. Es war über 90 Minuten gesehen ein Spiel auf Augenhöhe, mit Chancen auf beiden Seiten, wobei und das sicherlich nicht überraschend, die Ehrenhainer auf dem tückischen Geläuf ,spielerisch mehr zu bieten hatten. Die erste Chance hatten auch die Gäste, Christopher Rühr klärt mit letztem Einsatz. Wenige Minuten später hatten die Stahlwerker  die passende Antwort parat. Freistoß Arper, Kopfballverlängerung Spitzner und Mario Reichmann schiebt den Ball nach 12 Minuten, am Keeper vorbei zum 1:0 ins Netz. Das Spiel nahm nun Fahrt auf und die 1879er kreierten einen wunderbaren Angriff, welchem nur der krönende Abschluss fehlte. Syhre stand am langen Pfosten, nach direkter Passfolge völlig frei, drosch das Leder aus 7 Metern Entfernung hoch über den Kasten. Einen Kopfball nach einer Ecke hielt Schlegel großartig, doch der Gastgeber blieb nichts schuldig. Eine präzise Flanke von P.Reichmann nahm Spitzner aus der Drehung direkt, doch der Ball ging um Zentimeter am langen Pfosten vorbei, da waren 32.Minuten gespielt. Zum Ende der Halbzeit kamen die Ehrenhainer zu ihren Toren und die wurden durch merkwürdige Entscheidungen des bis dahin tadellos pfeifenden Schiris Paull(Hirschberg) begünstigt. Müller-Sachs spitzelt seinem Gegenspieler den Ball vom Fuss und lief allein auf den Keeper zu und wird zurückgepfiffen. Freistoß für Ehrenhain, schon da war das Unverständnis für diese Entscheidung spürbar, man war sichtlich aufgebracht und man konzentrierte sich nicht auf den Spielfortgang. Der Freistoß wird ausgeführt, landet auf der rechten Seite der Ehrenhainer, M.Reichmann verliert als linker Läufer das Kopfballduell und ist nicht abgesichert. Die Flanke kommt nach innen, Schlegel versucht noch zu retten, aber Killemann ist mit dem Kopf eher am Ball und das Leder trudelt vom Innenpfosten ins Netz. In der 45.Minute die nächste vertrackte Situation, welche heftige Diskussionen auslöste und die Zuschauer gegen den Schiri aufbrachte. Bei einem weiten Ball verschätzt sich der in diesem Moment, letzte Mann der Ehrenhainer so ,das er den Ball um in zu bekommen, mit dem Oberarm und das mit klarer Bewegung des Armes zum Ball ,stoppen muss. Der Pfiff bleibt aus, der letzte Mann spielt den Ball auf die rechte Seite, die scharfe Eingabe landet am Arm von Kowalleck und nun ertönt der Pfiff sofort, Elfmeter. Wütende Proteste nutzen nichts, Syhre verwandelt wacklig, Schlegel war mit der Hand am Ball und ärgert sich sehr. In der zweiten Halbzeit versuchten die Kumpel alles, um zum Ausgleich zu kommen, drängten den Gegner in die eigene Hälfte, aber bei immer schwieriger werdenden Bodenverhältnissen, gab es viele Zufallsprodukte. Die Gäste hätten bei zwei verheißungsvollen Situationen den Sack zumachen können, zum einen hielt Schlegel die Gastgeber im Spiel und dann vergaben die Ehrenhainer kläglich. In der 75.Minute der nächste Aufreger, Ken Lamghammer dringt in den Strafraum ein, in Höhe des Elfmeterpunktes spielt er seinen Gegenspieler aus, will schießen und wird mit zweimaligen nachhaken zu Fall gebracht. Das sah der Unparteiische anders und pfiff nicht. Es gab wiederum wütende Proteste und diese waren durchaus berechtigt, wenn man die Aussage des foulenden Spielers nach der Partie höhrt. Dennoch hätte man den allemal verdienten Ausgleich erzielen können und vieleicht auch müssen. Müller-Sachs steht nach schöner Ballstafette allein vorm Keeper, will es zu genau machen und das Leder geht um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Nach dem Schlusspfiff (ohne jegliche Nachspielzeit?) konnte man einfach nicht fassen, das man wieder so eine bittere Pille schlucken muss. Ob sich die Regel bewahrheitet, das sich in einer Saison alles ausgleicht, muss abgewartet werden und ist nur zu hoffen.

Detlef Roth