Hartes Derby mit wenig Fußball

FC Lok Saalfeld - SV Stahl Unterwellenborn 1:1 (0:0)

Von Dirk Gierga, einzig Derbycharakter an diesen schönen Fußballsonntag hatte die Zuschauerkulisse von 320 zahlenden Gästen. Ansonsten sah man nicht viel von den eigentlich bekannten spielerischen Qualitäten beider Teams. Am Ende für die Saalfelder ein schmeichelhaftes Remis, welches der Stahl-Elf aber im Abstiegskampf nicht wirklich weiter hilft.

FC-Trainer Cernatescu raufte sich trotz vollen Kaders die Haare, als Sonntagmittag leider Geßner aus privaten Gründen seine Teilnahme am Spiel in Frage stellte. Erst zur zweiten Spielhälfte konnte er zur Mannschaft stoßen und seiner Abwehr somit mehr Sicherheit geben. Die ersten 45 Minuten waren geprägt von Fehlpässen, Unordnung und langen Bällen, die auf der einen Seite für Warschitschka und Kazmierczak, auf der anderen für Spitzner und Kugler sichere Beute waren. Viele kleinere Nicklichkeiten  und damit verbunden, jede zweite Entscheidung des Unparteiischen Götze zu kommentieren, ließen keinen Spielfluss aufkommen und bescherte den Zuschauern eine eher langweilige erste Halbzeit. Einzige wirkliche Torchance hatte Müller-Sachs (34‘). Seinen Volleyschuss aber parierte Kazmierczak. Die lange Weile aber sollte mit Beginn des zweiten Spielabschnittes vorbei sein. Nur leider nicht durch Anhebung des spielerischen Niveaus sondern mehr durch übermäßig zunehmende Härte auf beiden Seiten, welches ein Derby zwischen beiden Mannschaften nicht nötig hätte. Das hitzige Gefecht begann eigentlich in der 53. Spielminute mit Spitzners Treffer zur Führung. Er schaltete beim  Durcheinander im Saalfelder Sechzehner am schnellsten und schob im Fallen ins linke Eck ein. Direkt kurz nach dem Anstoß foulte P. Reichmann in Nähe Mittellinie Graber gelbwürdig. Das Spiel war unterbrochen aber noch in den Pfiff hinein stieg Heilmann zu heftig ein und Schiedsrichter Götze zeigte, ohne zu zögern rot. Die Foulspiele von beiden Seiten häuften sich…60. Minute eines der vielen an Graber. Dieser tritt selbst an und seinen satten Freistoß verlängert Arper unhaltbar für Kugler ins eigene Tor (60‘). Die Giering-Schützlinge wollten die Überzahl nutzen und warfen alles nach vorne, der greifbare Dreier wäre so wichtig gegen den drohenden Abstieg. Müller-Sachs, M. und T. Reichmann tauchten auch des Öfteren im Strafraum der Gastgeber auf, der wirklich zwingende Zug zum Tor aber fehlte. Auf der anderen Seite bewies die Lok-Elf Moral und Herz und konnte am Ende glücklich sein, dass  aus dem angestrebten Dreier keine Nullnummer wurde.

FC Lok Saalfeld: Kazmierczak, Schulz (46‘ Müller), Glombik (68‘ Gessner), Weiße, Smirat, Warschitschka, Graber, Neumann (76‘ Sablowski), Deike, Schlögel, Heilmann

SV Stahl Uborn: Kugler, P. Reichmann (79‘ Schultheiß), Wolter, Rühr, T. Reichmann, Arper, Langhammer, Müller-Sachs, Heubach, Spitzner, M. Reichmann