Stahlelf kann auf dem Lindenberg nicht überzeugen

SC 1903 Weimar II - SV Stahl Unterwellenborn  2:1  (1:1)

Die Stahlelf fand auf dem Weimarer Lindenberg im Stadion gegen eine junge und motivierte Gastgebermannschaft über die gesamten neunzig Minuten nie so richtig den Rhythmus und musste am Ende mit leeren Händen die Heimreise antreten.
In der Anfangsphase hatte Weimar durch immer wieder leichtfertige Ballverluste von U´born zwar etwas mehr vom Spiel, aber außer ein paar Eckbällen und einen Flach-schuss, den Heiko Kugler im Stahltor sicher parierte, sprang zunächst nichts heraus. Beim ersten gut gespielten Angriff der Stahlwerker gelangt das Leder über Christian Spitzner und Mark Bärschneider zu Patrick Hohmuth, dessen Schuss der Weimarer Keeper prallen lassen muss und Martin Müller-Sachs nicht mehr viel Mühe hat, die Kugel zum 0:1 einzuschieben (20.). Durch den Rückstand verlieren die Gastgeber etwas ihre Linie. Die Gäste verpassen aber den zweiten Treffer. Erst durch Mark Bärschneider, der bei einer Eingabe von Patrick Hohmuth einen Tick zu spät kommt (32.), und kurz darauf ,als Mark Bärschneider Patrick Hohmuth einsetzt, kann der Versuch, auf den blank stehenden Martin Müller-Sachs abzulegen, gerade noch unterbunden werden (35.). Auf der Gegenseite verfehlt ein Flachschuss von Weimar nur knapp das Stahlgehäuse. Als alle schon mit dem Halbzeitpfiff rechneten, landete ein zu kurz geratener Abstoß zur Überraschung der Stahlabwehr direkt vor den Füßen von Nico Brömel, der sich artig bedankte und das Leder zum 1:1 ins Netz hob (45.).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit scheint U´born besser in das Spiel zu finden, doch der Schuss von Pierre Schultheiß ist zu schwach, um den Torwart zu überwinden(50.) und den Scharfschuss von Toni Reichmann hechtet der Keeper aufmerksam zur Ecke (55.).Für Aufregung sorgte dann die etwas kurz geratene Kopfballrückgabe eines Weimarer Verteidigers, die der Torwart gegen den heran stürmenden Mark Bär-schneider wohl knapp außerhalb des Strafraumes mit der Hand aufnahm, was aber vom Schiri leider übersehen wurde (62.). Die Gastgeber, die keinen Ball verloren gaben, hielten dagegen und sorgten mit Kontern immer wieder für Gefahr. Bei einem Konter taucht ein Angreifer vollkommen frei gespielt vor Stahltorwart Heiko Kugler auf, doch der behält die Ruhe und kauft im eins gegen eins dem Stürmer den Schneid ab (65.). Nach einem Freistoss von Martin Querengässer, köpft Patrick Hohmuth den Ball über den Weimarer Torwart, doch als alle schon die Arme hochreißen, kann ein Abwehrspieler das Leder noch von der Linie schlagen (68.). Als die direkte Eingabe nach einem von einem Weimarer Abwehrspieler stark erlaufenen Steilpass in der Mitte Jan Luka Frey erreicht, schießt der wiederum direkt unhaltbar zum 2:1 Endstand ein (80.). Insgesamt gesehen zu wenig von U´born, um in einer fairen Partie den knappen, aber nicht unverdienten Gastgebersieg verhindern zu können.

U’born : Kugler, Oppolzer, Spitzner (85.Hille), P.Reichmann, D.Bärschneider, T.Reichmann, Querengässer, Schultheiß(69.Lorenz), Hohmuth, Müller-Sachs, M.Bärschneider

Henry Büttner