SV Schott Jena II - SV Stahl Uborn 1:3 (0:1)

Von einem verdienten Sieg zu reden wäre übertrieben, da zeigten die stark ersatzgeschwächten Kumpel zu viele Schwächen, aber ob der besseren Effizienz vorm generischen Tor war er auch nicht unverdient. Die Zuschauer sahen eine der besseren Landesklassenpartien mit Torchancen auf beiden Seiten. Die Gäste kamen zunächst besser ins Spiel und hatten durch Schultheiß und Müller-Sachs erste Möglichkeiten. Es dauerte aber nicht lange und es schlichen sich erste Fehler im Spiel nach vorne ein und die Glaswerker nutzten diese. Zum Glück zeigten die Jenaer schon da eine gewisse Abschluss schwäche. Mitten in die gute Jenaer Phase hinein fiel der Führungstreffer für die Stahlwerker. Gessner bekam den Ball an eine sehr schmerzende Stelle, Schott für einen Moment irritiert, Zeitler schnappt sich das Leder, spielt seinen Sturmpart Müller-Sachs an und dieser lupft den Ball geschickt über den Keeper.Da waren 31.Minuten gespielt. Wenig später ist Zeitler nach tollem Pass allein durch, schießt den Ball aber neben das rechte Dreiangel. Danach eine Riesenmöglichkeit für Schott, Schneider hält großartig, der abprallende Ball wird per Kopf an die Latte befördert, das zurückspringende Leder jagd ein Jenaer 5 Meter übers Tor. Kurz vor der Halbzeit wird Müller-Sachs von Lorenz in beste Position gebracht, scheitert mit dem Schuss am klasse reagierendem Seidel. Nach der Halbzeit merkte man den Jenaern an, das es für Sie um sehr viel geht. Diese entfachten einen wahren Sturmlauf und hatten zwischen 47. und 63.Minute Chancen für mehrere Treffer. Allerdings war die Abschlussschwäche schon frappierend und ein überragender Steffen Schneider brachte die Stürmer zur Verzweiflung. Das Spiel wurde dann innerhalb von zwei Minuten eigentlich entschieden. Wie aus dem nichts schlugen die Gäste eiskalt zu. Erst bereitet Zeitler einen Kopfballtreffer von Ken Langhammer vor, wenig später trifft er selbst. Müller-Sachs schickt Langhammer in die Gasse, dessen Zuspiel schiebt Zeitler sicher ein, da waren 68 Minuten gespielt. Die Jenaer gaben trotzdem nicht auf und nach einem weiterem leichten Fehler der Unterwellenborner , steht Jacob in der 85.Minute völlig frei und lässt Schneider diesmal keine Chance. Schott zeigte bis zum Schluss großen Kampfgeist, scheiterte aber an dem Tag an sich selbst.

Detlef Roth