Stahlelf fordert Spitzenreiter über neunzig Minuten

SV Stahl Unterwellenborn II - VFL 06 Saalfeld 0:0 (0:0)

Nach den zuletzt weniger erfreulichen Ereignissen präsentierten sich die Stahlwerker von Beginn an hervorragend auf den Gegner eingestellt und zeigten, was zumindest an manchen Tagen, trotz zeitgleicher Ansetzung mit der ersten Mannschaft, für eine Leistung möglich ist. Nach einer Viertelstunde gegenseitigen Abtastens nahmen beide Mannschaften Fahrt auf und lieferten sich ein bis zur neunzigsten Minute jederzeit spannendes Spiel. Dem Spitzenreiter fehlten trotz leichter Feldvorteile eindeutig die zündenden Ideen und so rannte er sich immer wieder in der gut gestaffelten Stahlabwehr fest. U`born war jederzeit in der Lage, über Hohmuth und Völke gefährliche Nadelstiche zu setzen und verpasste den Führungstreffer durch Völke nach Eingabe von Hohmuth in der Mitte nur denkbar knapp (21.). Nachdem Stahlkeeper Schneider einen gefährlichen Flachschuss aufmerksam pariert hatte (27.), schließt die Stahlelf einen guten Angriff nicht entschlossen genug ab, so das D. Bauer am Ende in bester Position im Abseits steht (29.). Kurz darauf fliegt ein gefährlicher Schuss von Hohmuth nur um Zentimeter am VFL Kasten vorbei (31.). Die gefährlichste Szene für die Gäste dann nach einem Freistoss, doch der Ball von Latuszek getretene Ball fliegt knapp über das Tor (36.).
Ähnlicher Spielverlauf zunächst auch in der zweiten Halbzeit. Die Saalfelder mühen sich weiter, tun sich aber nach wie vor sehr schwer im Spielaufbau. Die erste Großchance kommt dann für U`born. Hohmuth läuft in einen viel zu kurzen Rückpass eines Verteidigers und steuert allein auf das Tor zu, trifft aber die Kugel kurz vorm Torwart nicht richtig (50.). Als Stahltorwart Schneider einen neben das Tor gespielten Ball aufnimmt, bewertet der Schiri die Situation als Rückpass und entscheidet auf Freistoss für den VFL sieben Meter vor dem Tor. Zum Glück jagt Latuszek den Ball in die Wolken (53.). Wenig später pariert Schneider erneut einen Freistossball glänzend (59.) In der letzten halben Stunde gab U`born alles und Jockiel im VFL Tor rückte immer mehr in den Brennpunkt. Erst verfehlt die Direktabnahme von Hartmann ihr Ziel (60.), dann taucht Hohmuth allein vor Jockiel auf, doch der kann den Schuss parieren (75.).
Glück hatten die Saalfelder dann, dass ihr Spielmacher nach einer Tätlichkeit nicht vorzeitig zum Duschen musste. In den Schlussminuten lenkte Jockiel einen Schuss von Schultheiß mit den Fingerspitzen über die Latte (85.) und als Hohmuth erneut allein vorm Torwart das Leder neben das Tor setzte (90.), war die Nullnummer in einem keineswegs langweiligen Spiel perfekt.
Ein Riesenkompliment an die gesamte Mannschaft.

U’born : Schneider, Jahn, Erdmann, R.Müller, Ch.Bauer, Hartmann, Unbehaun, D.Bauer (70.Schultheiß), Baldauf, Völke, Hohmuth

Henry Büttner