Alte Herren im Berchtesgadener Land

Wenn 23 dem Jungenalter entwachsene Männer gemeinsam ein paar Tage Urlaub machen, muss das eine besondere Veranstaltung sein. Da es jedes Jahr freiwillig geschieht und weite Anfahrtswege zurück zu legen sind, soll die Freude nicht zu kurz kommen.
Das Ziel des 2013-er Frühlingstrainingslagers der Alten Herren des SV Stahl Unterwellenborn war Schönau am Königssee. Hier bezogen wir das Hotel "Köppeleck" und waren in kurzer Zeit im ganzen Ort bekannt. Das lag aber vor allem daran, dass noch nicht allzu viele Gäste den Weg in diesen herrlichen Winkel Deutschlands, genauer Oberbayerns, gefunden hatten.
Ziel war wie immer, Land und Leute kennen zu lernen und sich mit einer lokalen Fußballmannschaft zu messen. Alles wurde erreicht. Aber der Reihe nach.
Das Land erwanderten wir uns, indem wir nach Witterung und Kondition ein paar Berge im Nationalpark Berchtesgadener Land erklommen und vor allem auch wieder heil herunter kamen. So werden uns die Touren von St. Bartholomä am Königssee (604 m) über den Rinnkendlsteig hoch über die Archenkanzel zur Kührointalm (1.420 m) und zur Grünsteinhütte (1.220 m) oder von Schönau am Königssee (604 m) hoch zum Kehlsteinhaus (1.834 m), aber auch von der Mittelstation der Jennerbahn (1.185 m) am Königsbach im Schneetreiben hoch zur Bergstation der Jennerbahn (1.802 m) lange in Erinnerung bleiben.
"Wer nicht wagt, der nicht gewinnt" erlebten wir zum Beispiel beim Abstieg vom Jenner. Aufgrund des leichten Schneeregens hatten sich die Hüttenwirte von Schneibsteinhaus und Mitterkaseralm dazu entschieden, nicht zu öffnen. Dass wir aber dann später am Dr.-Hugo-Beck-Haus nahe der Mittelstation eine freundliche Hüttenwirtin (Steffi) antrafen, die uns reichlich bewirtete, vor allem mit Marillentopfenkuchen, machte die Freude groß.
http://www.dr-hugo-beck-haus.de/

Irgendwie haben wir alle ja mit Fußball zu tun. Über den Fußball kommt man ins Gespräch, über das Gespräch können sich Freundschaften entwickeln. Aus Freundschaften ergeben sich dann Freundschaftsspiele. Mal sehen wie sich das mit der SG Schönau (Leo & Co.) entwickelt. Bei Dauerregen spielten wir auf einem guten Rasen ein abwechslungsreiches 3:3. Nach dem Spiel tauschten wir Bratwürste und Bier mit fröhlichen Plaudern. Vor dem Champions League-Finale Dortmund-Bayern (1:2) im Wembleystadion waren die Sympathien gleichmäßig verteilt.
Natürlich haben auch wichtige Erlebnispunkte des Berchtesgadener Landes nicht in unserem Besuchsprogramm gefehlt, so sahen wir vom Malerwinkel aus auf den Königssee und das Steinerne Meer, schipperten auf dem Königssee und lauschten dem Trompetenecho unterwegs. Berchtesgaden mit seinem Salzbergwerk, dem Hofbrauhaus und der Dokumentation Obersalzberg ergänzte die Wanderaktivitäten. Gerade der Besuch auf dem Obersalzberg, dem zweiten Machtzentrum des Dritten Reiches, hat uns vor Augen geführt, dass Wahnsinn und Volksverführung im kalten Bunker enden müssen. Zuletzt erlebten wir donnernde Wassermassen in der Wimbachklamm beim Gang zum Wimbachschloss (937 m).
http://www.obersalzberg.de/

Wir erlebten eine Region mit gefühlter Vollbeschäftigung, in der offensichtlich fast alle an einem Strang ziehen, in der das lokale Bier einen Marktanteil von fast 100% hat und in der es ruhig und freundlich zugeht. Möge dieser Zusammenhalt auch uns weiter beschieden sein.

Folgende Spieler nahmen teil:
Jörg Wolfram (Putz), Lars Weihrauch, Jens Rothe (Ratzek), Bernd Schiffner (Berschi), Enrico Hess (Chico), Uwe Kränzel (Krake), Wolfgang Morawitzki (Mora), Olaf Heunemann, Elmar Fritze, Uwe Molata (Molle), Udo Langhammer, Uwe Lenkeit (Exakt), Frank Ellmer, Christo Tzanev, Marcus Schultheiß (Schulle), Jens Klingsporn (Klinge), Martin Hartmann, Henry Büttner (Henne), Uwe Ellmer mit Carlo, Mike Spichalla (Kojack), Wolfgang Tambor (Tambe), Detlef Roth (Rodel), René Müller