Erste Halbzeit verschlafen, zweite Halbzeit mit toller Moral einen Punkt geholt

SV Gehren - SV Stahl Unterwellenborn II  3:3 (2:0)

Obwohl mehrfach vor der geradlinigen, einsatzstarken Spielweise der Gastgeber gewarnt worden war, fand U’born in der ersten Halbzeit einfach nicht zu seinem Spiel und verschlief die erste Hälfte nahezu komplett. Obwohl A.Ensenbach im Stahltor sich über Mangel an Arbeit nicht beschweren konnte, sprang zunächst nicht mehr als ein Abseitstor für die Gehrener heraus. Als dann allerdings einmal die Absicherung in der Stahlabwehr nicht funktionierte, hatte nach einem schnell gespielten Angriff S.Nussbeck wenig Mühe, allein vorm Torwart zum 1:0 für Gehren einzuschießen (19.). Eine weitere gute Gelegenheit der Heimelf konnte Stahlkeeper A.Ensenbach per Fußabwehr entschärfen (25.). Kurze Zeit später nach einem schnell ausgeführten Einwurf verpasst ein Stahlabwehrspieler mit dem Kopf die Eingabe und erneut ist S.Nussbeck zur Stelle und markiert die 2:0 Führung für die Platzbesitzer (33.), mit der auch die Seiten gewechselt werden.
Die zweite Halbzeit hatte kaum begonnen, da spazierte ein Angreifer von Gehren in aller Ruhe durch das U´borner Mittelfeld, spielte zentral vor dem Tor D.Welsch an, der obwohl von drei Abwehrspielern umzingelt, wenig Mühe hatte, das Leder zum 3:0 im Tor unterzubringen (49.). Der Kuchen schien gegessen, doch als wenn jemand den Stecker gezogen hätte, erlahmten die Gastgeber und die Gäste kamen nun von Minute zu Minute besser ins Spiel. Zuerst hatte Ch. Gretsch keinerlei Mühe in der Mitte die präzise Eingabe von H.Palmowski zum 3:1 Anschlusstreffer in die Maschen zu köpfen (52.) und dann verkürzte H.Palmowski mit Nachschuss aus der Drehung zum 3:2 (69.). Dann eine Schrecksekunde für U’born, als der Gehrener Keeper beim Handelfmeter von Ch.Gretsch die Ecke ahnt, doch H.Palmowski hämmert den Nachschuss zum 3:3 in die Maschen (79.). Gehren fängt sich wieder etwas und hat auch noch zwei Möglichkeiten, aber die Stahlelf bleibt am Drücker und hat in den Schlussminuten mehrfach den Siegtreffer auf dem Fuß (D.Bärschneider, H.Palmowski, Ch.Gretsch). Die größte Möglichkeit hat allerdings S.Bernhardt, dem nachdem sich zwei Geheren Abwehrspieler gegenseitig umgerannt hatten, im letzten Moment vom Torwart das Leder vom Fuß gespitzelt wurde.
Aufgrund zweier völlig verschiedener Halbzeiten insgesamt wohl eine gerechte Punkteteilung für beide Mannschaften.

U’born : Ensenbach, Jahn (56.E.Müller), R.Müller, Ch.Bauer, Lorber, Oppolzer, D.Bärschneider, Gretsch, Dietzel, Palmowski, Hopfe (73.Bernhardt)

Henry Büttner