Pokalaus im Achtelfinale nach schwacher Vorstellung

Weimarer SV - SV Stahl Unterwellenborn 1.  2:1 (1:0) n.V.

Im Kreispokalachtelfinale findet die Stahlelf über die gesamte Spielzeit nicht zu ihrem gewohnten Spiel und scheidet nach einer äußerst dürftigen Vorstellung über-raschend aus. Dabei sollten weder die schwierigen Platzverhältnisse, noch die gezwungenermaßen vorgenommenen zahlreichen Umstellungen als Ausrede gelten.
Bereits beim ersten Angriff, nachdem ein Stahlabwehrspieler ohne Not weggerutscht war, kann der vollkommen frei vor Stahlkeeper Steven Schlegel auftauchende Stürmer seelenruhig die Kugel zum 1:0 für die Gastgeber versenken (7.). Voll-kommen verunsichert hätte man beim nächsten Angriff nach einem katastrophalen Fehlpass direkt in die Füße eines Weimarer Angreifers um ein Haar den zweiten Treffer kassiert, doch der Heber des einen Tick vor Torhüter Steven Schlegel an den Ball kommenden Stürmers landet zum Glück neben dem Tor (9.). Im Anschluss zogen sich die Gastgeber nahezu komplett zurück und U´born lief bergauf ohne zündende Ideen und Spielwitz dem Rückstand hinterher. Erst mit einem von Pierre Schultheiß abgegebenen Flachschuss kann der Weimarer Torwart ernsthaft auf die Probe gestellt werden (22.). Die beste Gelegenheit zum Ausgleich vergibt dann Dustin Bärschneider, der das Zuspiel von Ken Langhammer über den Torwart hebt, doch ein zurückgeeilter Verteidiger kann das Leder kurz vor der Linie aus der Gefahrenzone schlagen (28.). Nach einem Schuss von Martin Müller-Sachs, in den ein Abwehrspieler gerade noch den Kopf halten kann (40.), ist dann auch schon Halbzeit.
Wer in der zweiten Halbzeit, nun bergab spielend, auf Besserung gehofft hatte, sah sich schnell getäuscht. Immer wieder mit ungenauen Zuspielen und viel zu viel Klein Klein rannte man sich ein um das andere Mal auf den Außenbahnen fest. Nach vergebenen Chancen von Benjamin Kroll und Pierre Schultheiß wunderte es schon niemand mehr, dass erst ein von Ken Langhammer sicher verwandelter Foulelfmeter für den 1:1 Ausgleich herhalten musste (82.). In den Schlussminuten ließen erst Christian Gretsch (87.) und kurz darauf Martin Müller-Sachs (89.) zwei gute Chancen liegen. In der Verlängerung, der Zeiger der Uhr hatte sich noch nicht einmal gedreht, konnte ein enteilter Stürmer der Heimelf nur auf Kosten eines Elfmeters, der sicher zum 2:1 verwandelt wurde (91.), gestoppt werden. Nachdem Benjamin Kroll im Strafraum gelegt wurde, kann Ken Langhammer den zu schwach geschossenen Elfer leider nicht zum Ausgleich verwandeln (96.). Obwohl U´born nicht aufsteckte und durch Kroll, Schultheiß, Benz und Langhammer noch einige Möglichkeiten besaß, konnte gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Weimarer das Blatt nicht mehr gewendet werden.

U’born : Schlegel, Oppolzer, Gretsch, Lorber, Benz, Schultheiß, Langhammer, D.Bärschneider, Unbehaun, Hille (60.Kroll), Müller-Sachs,

Henry Büttner