Stahlelf verliert schwaches Derby

SV Stahl Unterwellenborn - SG TSG Kaulsdorf    0:1    (0:0)

In einem auf insgesamt schwachem Niveau stehenden Derby, was eigentlich keinen Sieger verdient hatte, mussten beide Mannschaften wichtige Akteure ersetzen, wobei die Gäste aufgrund der Steigerung in der 2. Halbzeit am Ende nicht unverdient die Punkte entführten.
Zu Beginn war U’born die etwas aktivere Mannschaft und erspielte sich auch gleich leichte Vorteile. Die erste gute Möglichkeit nach einer Eingabe von M. Müller-Sachs hatte K. Langhammer, der allerdings das Leder nicht voll traf und somit den Kaulsdorfer Keeper nicht wirklich ernsthaft prüfen konnte (3.). In der Folge waren beide Mannschaften zunächst auf Sicherheit bedacht und man merkte beiden deutlich die Zurückhaltung und den gegenseitigen Respekt voreinander an. Für U´born liefen erst Ch. Spitzner und wenig später J. Lorenz knapp ins Abseits und die Gäste ver-suchten immer wieder über ihre schnellen Stürmer D. Walther und J. Esefeld zum Erfolg zu kommen, konnten dabei aber fast immer von der Stahlabwehr erfolgreich gestört werden. Nach einem Haken wurde dann Ch. Spitzner im Kaulsdorfer Straf-raum zu Fall gebracht, doch dem Schiri reichte die Aktion nicht aus für einen Elfer und ließ sehr zum Unmut der Stahlanhänger das Spiel weiter laufen. Kurz darauf erwischte M. Müller-Sachs die gute Flanke von J.Straube, nicht voll mit dem Kopf (22.) und als er wenig später den Durchbruchsversuch etwas überhastet abschloß (27.), verflachte die Partie immer mehr.
Die Kaulsdorfer kommen zur 2. Halbzeit etwas entschlossenerer aus der Kabine und erarbeiten sich nun ihrerseits leichte Vorteile. Erst kann Th. Unbehaun den Gäste-stürmer D. Walther gerade noch im letzten Moment stören (48.) und dann gerät M. Blume in aussichtsreicher Position bei seinem Schuss in Rücklage und setzt die Kugel allerdings deutlich über das Stahlgehäuse (55.). Bei der Stahlelf läuft dagegen, nachdem der Gelb/Rot gefährdete K. Conrad zur Halbzeit vom Platz genommen werden musste, fast Garnichts mehr zusammen. Mit ideenlosem Spiel und insgesamt zu wenig Laufarbeit konnte die Abwehr der Kaulsdorfer nicht wirklich in Verlegen-heit gebracht werden. Für die Entscheidung sorgte nach guter Vorarbeit von D. Walther dann der blank stehende J. Esefeld, der aus kurzer Entfernung Stahlkeeper Ch. Lange keine Chance ließ und die Kugel zum 0:1 (62.) ins Netz setzte. Obwohl noch eine halbe Stunde zu spielen war, erfolgte von Seiten der Stahlwerker kein richtiges Aufbäumen. Ein Kopfball von Ch. Spitzner, der knapp sein Ziel verfehlte (72.). Zwei maximal drei halbherzige Schussversuche waren einfach zu wenig, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Am Ende muss man sogar noch zufrieden sein, dass man das Spiel zu elft beenden durfte, denn P. Schultheiß hätte nach seinem Nachhaken durchaus vorzeitig vom Schiri zum Duschen geschickt werden können.

U’born : Lange, Frick(67.Palmowski), Gretsch, Unbehaun, Lorber, Lorenz, Langhammer, Conrad (46. Schultheiß) Straube, Spitzner, Müller-Sachs

Henry Büttner