Arbeitssieg in Weimar

FC Empor Weimar - SV Stahl Unterwellenborn 1:3  (1:2)

Das 3:1 läuft dabei unter dem Titel "Arbeitssieg", denn die Gäste taten sich lange Zeit schwer, die Partie erfolgreich über die Bühne zu bringen. Erst in der letzten Minute waren die drei Punkte in "trockenen Tüchern". Dabei hätten die Gäste früh für klare Fronten sorgen können: Bereits in Minute zwei und drei verpassten Zeitler und Spitzner große Chancen. Die Führung fiel trotzdem frühzeitig, als Jan Zeitler aus 16 Metern links unten traf und dem Keeper keine Chance ließ. Doch quasi im Gegenzug fiel der Ausgleich, als ein verunglückter Abschlag bei den Gastgebern landete und Stefan Henke zum 1:1 traf (9.). Nach dem Ausgleich war es dann ein Spiel auf ein Tor - nämlich auf jenes der Gastgeber. Doch die Möglichkeiten konnten die Stahl-Kicker nicht nutzen und mussten auf die Mithilfe eines Empor-Akteurs warten, dem im Strafraum der Ball an die Hand sprang. Den danach folgenden Handelfmeter versenkte Christian Spitzner gewohnt souverän (32.). Noch vor der Pause hätte erneut Zeitler den Sack zumachen können, doch er verpasste erneut eine große Chance. In der zweiten Hälfte hatten dann die Gastgeber zunächst mehr vom Spiel. Größere Spielanteile mündeten auch in mehr Chancen, die sie aber alle vergaben. Deutlich wurde, dass der Empor-Truppe ihr Torschütze vom Dienst, Andy Steiner, an diesem Tag fehlte. Zudem hatten beide Mannschaft mit den glitschigen Kunstrasen auf den Weimarer Lindenberg zu kämpfen, so dass viele Bälle versprangen und zudem die Standsicherheit nur bedingt gegeben war. Nicht nur in der Klassikerstadt regnete es am Samstagnachmittag das gesamte Spiel durch. Zwei Minuten vor dem Ende dann die große Ausgleichsmöglichkeit für Empor, doch ein Freistoß an der Strafraumgrenze konnte Stahl-Torhüter Lieske entschärfen. Das 2:2 wäre wohl eine Punkteteilung, über die sich die Unterwellenborner mehr geärgert hätten. Doch letztlich wurde es noch ein 3:1, als Zeitler in der 90. Minute einen Konter zum Endstand abschloss und damit die Rückfahrt für die Stahl-Akteure angenehmer machte. Letztlich ein verdienter Sieg für die Gäste, auch wenn es ein Arbeitssieg ist, der mit Blick auf die Tabelle zum Pflichtsieg wird. Denn mit den drei Punkten hat Stahl Anschluss an die obere Tabellenhälfte hergestellt.

Peter Scholz