Ein wenig Bundesligaatmosphäre in Saalfeld
„Es war eine sehr gelungene Veranstaltung“, war das einhellige Fazit von Trainern, Spielern und den fast 200 volleyballinteressierten Zuschauern, die bei hochsommerlichen Temperaturen den Weg in die Gorndorfer Dreifelderhalle gefunden hatten. Die Abteilung Volleyball organisierte am vergangenen Donnerstag nach nur kurzer Vorbereitungszeit ein in der Region Saalfeld bisher einmaliges Volleyballevent, zudem sich der SV Stahl Unterwellenborn keinen geringeren, als den Bundesligisten vom VC Gotha eingeladen hatte.
Nachdem Gästetrainer Jörg Schulz zunächst eine schweißtreibende Erwärmung durchgeführt hatte und dabei dem Publikum einzelne Übungen erläuterte, setzte der Bundesligist bereits beim Einschlagen am hohen Netz erste eindrucksvolle Akzente. Kurz vor Spielbeginn stellte Hallensprecher Manfred Groß zusammen mit Frank Fröbisch die Mannschaften vor. Während des Spiels versorgten beide das Publikum mit zahlreichen interessanten Fakten.
Testspiel SV Stahl vs. VC Gotha
Vom anfänglichen Einschlagen ließ sich der frisch gebackene Thüringenligaaufsteiger glücklicherweise nicht gänzlich einschüchtern und zeigte in den ersten beiden Sätzen eine trotz des relativ großen Klassenunterschiedes über weite Strecken selbstbewusste und ansprechende Leistung. Hierbei demonstrierte Neuzugang Jeffrey Bierwith mit knallharten Sprungaufschlägen und guten Angriffen ein ums andere Mal seine Zweitligaerfahrung und als Kapitän Anton Rogow kurz nach Beginn den Ball per Diagonalangriff durch den Gothaer Doppelblock in die gegnerische Angriffszone drosch, staunten nicht nur die Zuschauer. Trotzdem man dem Stahl-Sechser in einigen Spielsituationen Respekt und Nervosität deutlich anmerkte und Abstimmungsprobleme zu einfachen, vermeidbaren Fehlern führten, gelang es den Gräf-Schützlingen gegen die durchschnittlich 2 Meter großen Blockspieler zahlreiche sehenswerte Spielzüge erfolgreich abzuschließen. „In Anbetracht der schwierigen Gothaer Aufgaben stand die erste Annahme sehr gut, insbesondere am Block bei schnellen Bällen über die Mitte müssen wir noch arbeiten“, fasste Stahl-Trainer Bernd Gräf Positives und Negatives zusammen. Das größte Lob für die gezeigte Leistung servierte Gästetrainer Schulz, als er Vorschlug, die abschließenden drei Sätze in gemischten Teams weiter als Testspiel auszutragen.
Das Endergebnis ging erwartungsgemäß und leistungsgerecht mit 5:0 an die Gäste aus Gotha, insbesondere aber die Ergebnisse der ersten beiden Sätze (25:15, 25:18) sprechen für die sehr gute Leistung des Stahl-Sechsers. Die Sätze 3, 4 und 5 waren vom Ergebnis her deutlicher. Hier wechselte der Stahl-Trainer vermehrt, um allen Spielern Einsatzzeit zu gewähren und man merkte, dass am Ende eines langen Volleyballtages langsam aber sicher die Kräfte schwanden.
Bedanken möchten sich der SV Stahl bei allen Zuschauern für die tolle Atmosphäre, beim Schiedsrichter Hans-Jürgen Römer, der die Partie unentgeltlich leitete, bei den beiden Hallensprechern für die sehr kompetente Moderation des Spiels, beim Hallenwart der Dreifelderhalle für dessen tatkräftige Unterstützung und bei allen Sponsoren sowie der Gemeinde Unterwellenborn, die durch ihr finanzielles Engagement zum erfolgreichen Gelingen dieser einmaligen Veranstaltung beigetragen haben. Als treffendstes Fazit des Abends steht abschließend das Resümee eines Stahl-Fans, dass es eine bessere Werbung für den Unterwellenborner Volleyball nicht hätte geben können.



