Thüringenligavolleyball in Unterwellenborn

H1: 5. Spieltag Schmalkaldener Volleyballverein vs. SV Stahl Unterwellenborn

Dort, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, da werden Punkte geholt, war zumindest der Wunsch des Trainers, welcher unter der Woche und selbstverständlich pünktlich am Haupttrainingstag seine kleine Lieselotte im Bunde seiner Familie begrüßen durfte. Somit war die Sache mit den Glückshormonen schon mal zur Freude aller geklärt.

Das Training übernahmen der neue Spielerrat und Co-Trainer E. Langheinrich, die überraschende Erkenntnisse der vergangenen Woche erlangte. So konnte sich die Stahl Mannschaft einer neue Mittelblock Option erfreuen, da Neuzugang H. Adler mehr als eine Alternative zu sein scheint.

Man fuhr also den langen Weg durch den schönen Thüringer Wald zum SVV und konnte kaum glauben, dass diese gegen die starken Gothaer des letzten Spieltages mit 3:2 gewannen.

Man war also gewarnt...

Im 1. Satz startete der SV Stahl mit Fröhlich auf Zuspiel, Bierwirth und Rosenbusch auf Außen, Langheinrich und Adler auf Mitte und El Capitano Wipprecht auf Diagonal.

Nach anfänglicher Nervosität und 1:5 und 2:6 Rückstand zeigte der Captain M. Wipprecht, dass auch mit platzierten Jump Float Aufschlägen den Gegner gehörig unter Druck setzen kann und führte seine Mannen nicht nur heran sondern brachte sie vor allem emotional zurück ins Match. Stahl erarbeitete sich 6 Breaks in Folge zum 9:6. Dieses kleine aber wichtige Polster hielt man konzentriert bis Zum Ende aufrecht und entschied somit Satz 1 (25:21) für sich. 

Im 2. könnte Stahl gleich zu Beginn das Zepter an sich reißen und lag schnell mit 7:4 und 10:7 vorn, ehe Zuspieler Fröhlich wiederum mit Floats den Gegner gehörig unter Druck setzte und auf 15:8 davon zog. Dies sollte aber noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss sein, denn als der neue MIttelblocker H. Adler bemerkte, was Trainer Bierwirth schon so oft als schönsten Punkt der Welt bezeichnete, nämlich den Einerblock, machte er diesen gleich des Öfteren und lächelte verschmitzt.

Die zeitweilige Dominanz eröffnete dem Stahl Trainer erneute Wechseloptionen, für die man im Gotha Spiel noch teuer bezahlen musste. So kamen T. Viehweger für M. Wipprecht auf Diagonal und A. Barth ersetzte den bis dato abwehrstarken E. Langheinrich auf Mitte. Beide legten ihre Nervositäten viel schneller als im letzten Spiel ab und Barth glänzte mit 100% im Angriff. Stahl sicherte sich Durchgang 2 mit 25:20.

Das die Float Aufschläge ein gutes Konzept waren die junge Schmalkalder Mannschaft und ihren erfahren Spielertrainer Volleyball Urgestein Michael Henke unter Druck zu setzten war Trainer Bierwirth schon klar, aber dennoch wollte er beweisen, dass auch Jump Spin Aufschläge ein probates Mittel sein können und sich deren stetes trainieren lohnt. Es passierte ein auch für ihn noch nicht bekanntes kleines Volleyball Wunder: Erst beim Stande von 15:0 durfte er, zum Glück unterbrochen von 2 Auszeiten des Gegners sein Aufschlagrecht an die Schmalkalder weiterreichen.

Diese Wahnsinns Serie kam aber vor allem durch hervorragende Block- Feldabwehr zustande, die gerade zu stählern zu sein schien. Außerdem wurden die so wehement vom Trainer geforderten 2. Bälle endlich in zählbares umgemünzt.

Man belohnte sich für jede Verteidigung mit dem Breakpunkt und der Gegner resignierte völlig. Das spielte der noch unerfahren Stahltruppe in die Karten und C. Kleisun kam für J. Bierwirth, A. Barth für M. Wipprecht und N. Barall für P. Rosenbusch. Sie zeigten, dass auch sie durch ihren Fleiß im Training maßgeblich an der starken Leistung beteiligt waren. Aber noch viel wichtiger, sie hielten durch und beendeten den 3. Satz unter riesigem Jubel mit 25:18.

Somit bleibt der SV Stahl ein Angstgegner für jede Heimmannschaft...

Auf geht's nach der Ferienpause nach Erfurt, wo der Ligaprimus wartet. Alle hoffen, dass bis dahin Mittelblocker Franz Zahoransky wieder einsatzbereit ist und man nicht wie zuletzt im Heimspiel gegen die Hauptstädter mit einer Notbesetzung antreten muss.



H1: 4. Spieltag VC-Gotha vs. SV Stahl Unterwellenborn 

Ein Spieltag zum vergessen...

Der SV Stahl reiste nach solider Trainingsarbeit der vergangenen Woche zur Bundesligareserve nach Gotha, die eine gute Mischung hatte, zwischen alten Kollegen und hochkarätigen Spielern vergangener Spielzeiten des Stahl Trainers und jungen dynamischen Anschlusskadern, die ihr Ziel Bundesliga klar vor Augen haben. 

Die Stahltruppe hatte erneute Personalsorgen zu beklagen, denn Mittelblocker Franz Zahoransky war nach seiner Sprunggelenksverletzung noch nicht wieder einsatzbereit.

Somit hieß es erneut Umstellung im Team. Auf Mitte begannen Matze Reuschel und Eric Langheinrich, Libero spielten Oliver Klemann und Sebastian Straube, auf Zuspiel Martin Fröhlich, auf Außen Philipp Rosenbusch und Jeffrey Bierwirth und auf Diagonal der Kapitän Marcus Wipprecht, der gleich den ersten Ball mit einem Linehammer verwandelte. Ein super Start für die stark geschwächte Mannschaft, da F. Zahoransky an allen Ecken und Enden fehlte. Zu allem Übel musste man auch noch auf einem kleinen Hallendrittel quer spielen, sodaß die stählerne Aufschlaggewalt arg limitiert wurde, eine absolute Schande für die höchste Spielklasse in Thüringen. Ein Fakt, den auch der Staffelleiter gegenprüfen sollte, zumal ein anderer Spielort im Ansetzungsheft akquiriert wurde. Das Team wurde komplettiert durch Thomas Viehweger, Hauke Adler und Andy Barth.

Doch zum Spiel:

Satz 1 verlief ohne große Vorkomnisse bis zum Stande von 15:14 für den SV Stahl, ehe der VC mit einem kleinen Zwischenspurt auf 20:15 davon zog. Damit war der Satz gelaufen und Gotha hatte den Ersten mit 25:19 im Sack.

Stahl stellte auf den Mitten um, erholte sich schnell und erarbeite sich konzentriert einen Vorsprung. Über 4:2, 9:6, 13:7 lag man vorn und Trainer Bierwirth versuchte dann beim 15:8 den jungen Hauke Adler auf Außen und beim 15:11 Andy Barth auf Mitte ins Spiel zu bringen, musste aber schon bald wieder zurücktauschen. Nicht weil sie ihre Sache nicht gut machten, sondern eher um den Rhythmus der Gothaer zu unterbrechen die sich in einen kleinen Rausch spielten und nahezu jeden Ball verteidigten und im Anschluss zum Punkterfolg verwandelten. Maßgeblich begünstigt wurde dies durch die mangelhafte Block-Feldabwehr von Stahl, sowie häufigen Fehlern in der Aufgabenverteilung.

Gotha spulte routiniert sein solides Volleyball-Grundverständnis runter und kam durch kräftige Mithilfe vom Stahl Sechser zum 2. Satzerfolg (26:24).

Im 3. Satz sollte sich auch das Schiedsgericht mal wieder ins Spielgeschehen einmischen (wie schon im ersten Satz mit Gelber Karte zur Legitimation der eigenen Fehlentscheidung usw...) aber erneut zum Nachteil der Gothaer. Die Unparteiischen Jenaer ließen zum wiederholten Mal keinen Zweifel aufkommen, immer im Recht zu sein und die Emotionen auf VC Seite kochten hoch, leider schöpften sie dadurch auch den notwendigen Siegeswillen, welchen der SV Stahl vermissen ließ.

Zwar konnte man trotz erneuter Umstellung, Rosenbusch auf Mitte für Reuschel, Adler auf Außen für Rosenbusch den Satz in die Verlängerung zwingen, doch Gotha machte den Sack mit dem 3. Spielball zu und gewann ein äußerst schwaches Thüringenligaspiel mit 3:0.

Als Fazit bleibt, Stahl ist noch zu unerfahren um seine spielerischen Fähigkeiten auch konstant über einen längeren Zeitraum darzubieten und hat große Probleme, auf spieltaktische Veränderungen schnell zu reagieren. 

Des Weiteren sollte man insgesamt darüber nachdenken, die Last des Schiedsgerichtes auf mehrere Spieler einer Mannschaft zu verteilen, damit man nicht den Eindruck gewinnt, dass immer die Selben besonders unfehlbar sind, wie gesagt diesmal ging es gut für Stahl aus, aber es war stark benachteiligend für die Gothaer, sogar der Spielberichtsbogen ist absolut mangelhaft geführt, was bei solch geballter Eloquenz und über allem stehendem Dogmatismus doch eigentlich gar nicht passieren kann, oder???

H1: SV-Stahl vs. Volley Juniors und VC Erfurt

Am 3. Spieltag der Saison hatte der SV Stahl das erste Heimrecht in der jungen Thüringenliga Saison.In der wunderschönen neu bemalten Grünen Mitte, in der man die 100 Zuschauer Marke zwar nicht knackte, aber trotz allem für diese Spielklasse vor einer unvergleichbaren Kulisse antrat, sollte richtungsweisend für die kommende Saison werden.Größtes Problem für den Trainer sind nach wie vor die mangelnde Vorbereitungsphase und die zu geringe Spielpraxis der neuen Spieler, die teilweise aus der ehemaligen Zweiten bzw. aus einer längeren Ruhepause zum Team zurückkehrten.Die zwei Siege in den ersten beiden Auswärtsbegegnungen konnte Stahl beruhigt und mit völlig neuer Aufstellung gegen die Nachwuchselite Thüringens starten. Viehweger, der bereits im Training gute Leistungen zeigte, begann auf der Außen/ Annahme mit Rosenbusch, Langheinrich und Zahoransky auf Mitte, Fröhlich auf Zuspiel und Kapitän Wipprecht auf Diagonal.Alle machten ihre Sache ganz gut, doch leider ließ die schwache Annahme ein variables Zuspiel nicht immer zu und man lief von Anfang an einem steten 4-7 Punkte Rückstand hinterher. Zwar konnte die Annahme ab Mitte des ersten Satzes stabilisiert werden, doch den Satzverlust gegen die hoch konzentriert und motiviert aufspielen Youngstars nicht verhindert werden.Bemerkenswert war die strategisch konsequente Block-Feldabwehr der Wunderlich Truppe, der als Landestrainer Thüringens seinen Jungs eine deutliche Handschrift verlieh.Es entwickelte sich ein abwechslungsreiches und gutklassiges Spiel, welches auch den vielen Fans der Gegner gefallen haben dürfte. Man kämpfte sich bis in den Teilbreak, wo beim Stand von 7:4 eine kleine Vorentscheidung gefallen zu sein schien, als die Erfurter mit einem starken Zwischenspurt und erneut hervorragender Posiotionsabwehr den Seitenwechselpunkt zum 8:7 klarmachte. Durch einen kleinen Annahmefehler und 2 überhastete Abschlüsse im Angriff entrissen die die Haupstädter den Stählernen den bereits sicher geglaubten Sieg. dennoch war Trainer Bierwirth nicht unzufrieden mit der geschlossenen Mannschaftsleistung.Alles wäre in Ordnung gewesen, wenn da nicht noch ein zweites Spiel stattgefunden hätte. Diese ungerechte Doppelbelastung für die jeweilige Heimmannschaft in der Thüringenliga sollte die Stahlwerker nicht nur eine zweite Niederlage einbringen, sondern auch noch 3 Verletzte bescheren, deren Länge der Spiel- und Trainingspause noch nicht feststeht.Erst gab Zuspieler Fröhlich bekannt Knieprobleme zu haben, dann verletzte sich der starke Mittelblocker Zahoransky beim Einspielen am oberen Sprunggelenk und schließlich kam auch noch Außenangreifer Viehweger mit starken Rückenschmerzen aus der Pause zurück. Somit blieb Trainer Bierwirth nichts anderes übrig, als selbst auf Zuspiel zu wechseln, Zahoransky versuchte noch auf Mitte zu starten, musste aber schnell durch den angeschlagenen Fröhlich ersetzt werden, der engagierte Barth kam zu seinem zweiten Einsatz, aber man konnte den Satzverlust gegen die eingespielte Mannschaft des Erfurter VC, die gespickt war mit langjähriger Erfahrung in Regionalliga und teilweise sogar Bundesliga, nicht verhindern.Im weiteren Verlauf des Spiels versuchte Bierwirth vor allem durch den Einsatz beider Liberos die Belastung des geschrumpften Kaders zu verringern. Man muß festhalten, Kleemann und Straubel spielten Ihren Part hervorragend und überraschten positiv, was den Trainer für die zukünftigen Aufgaben etwas positiver stimmt. Zwar keimte beim Stahl Sechser mit dem Satzgewinn im Zweiten noch einmal Hoffnung auf, trotz allem war der Spielverlauf aber nicht nachhaltig zu beeinflussen. Man verlor letztlich, auch bedingt durch die fehlenden Wechselmöglichkeiten gegen den Ligafavoriten mit 3:1. Trotz allem fällt das Gesamtfazit des Spieltages nicht negativ aus. Schließlich verteidigte man durch den Punktgewinn im ersten Spiel den 2. Tabellenplatz und reist am kommenden WE nach Gotha, wo man gegen einen direkten Tabellennachbarn erneut die neue mannschaftliche Geschlossenheit demonstrieren kann. Abschließend kann man festhalten, eine Volleyball Team besteht eben nicht nur aus 6 Spielern plus Liberos, sondern aus einem Team von 12-16 Spielern, die zusammen eine Saison bestreiten und eben dann am Spieltag auch Prioritäten fürs Team setzen sollten.Hoffentlich sind beim nächsten Spiel alle wieder an Bord.

Danke noch einmal an Paul, der sich um Verkauf und Versorgung der Gäste gekümmert hat und bis zum nächsten Heimspieltag am: 08.11.2014

Des Weiteren sucht die Mannschaft dringend Unterstützung im administrativen und organisatorischen Bereich. Ambitionierte Helfer oder Förderer der Mannschaft möchten sich bitte sich beim Trainergespann Bierwirth/ Langheinrich melden.

H1:2. Spieltag VSV Jena II vs. SV Stahl Unterwellenborn 

Am vergangen Samstag reiste der SV Stahl Unterwellenborn zum zweiten Auswärtsspiel der Saison zur Bundesligareserve des VSV Jena.
Die Mannschaft um den neuen Kapitän Markus Wipprecht hatte in der vergangen Woche hervorragend trainiert und einige Testspiele gegen die Nachbarn vom SV Fun Vital aus Rudolstadt absolviert, denen nochmals außerordentlicher Dank gebührt. Diese Standortbestimmung eröffnete Trainer Bierwirth einige Optionen und Erkenntnisse über die Einsatzbereitschaft und Spielstärke seiner noch unerfahrenen und neu formierten "Stahl Truppe". Und dies soll nicht abgedroschen klingen, denn man spürt einen gewissen Mannschaftsspirit, welches oft in der letzten Saison ein wenig abhanden gekommen war.
Diese Geschlossenheit nahm man wohl vom Auftaktsieg aus Erfurt mit, wo man nach völlig verkorkstem 1.Satz, mit Ruhe und Besonnenheit sowohl Kampf als auch spielerische Akzente in die Waagschale warf und nach skandalösem Zwischenstand von 3:18 zurück ins Spiel fand, Selbiges noch drehte und mit 3:1 gewann.
Doch nun zum Spielverlauf:
Stahl starte mit Fröhlich im Zuspiel, Rosenbusch und Bierwirth auf Außen/Annahme, Langheinrich und Franz auf Mittelblockposition und dem Jungkapitän Wipprecht, der schon in Erfurt bewies, dass ihm dieses Amt nicht zu belasten scheint, sondern eher einen Schub nach vorn versetzt hat.
Einziges Problem war, dass man nicht wußte, wie lange Bierwirth's Oberschenkelverletzung hält, der sich aber Dank der vorzüglichen medizinischen Betreuung der werden Mama Nicole Wagner (die Mannschaft gratuliert aufs Herzlichste), trotzdem auf's. Spielfeld wagte
Nach einigen Ballwechseln hüben wie drüben, plätscherte der 1. Satz so dahin, bis Kaptän Markus Wipprecht nach 15 eigenen Punkten mit gefährlichen Float Aufschlägen 5 Punkte in Folge machte und somit den Jenaern den Zahn zog. Nicht unerwähnt soll dabei die überzeugende Block- Feldabwehr des Sechsers bleiben.
Stahl gewann also folgerichtig Satz 1 mit 25:20.
Im zweiten Satz hätte man fast an ein Dejavue glauben können, einziger Unterschied: die Float Aufschlagserie begann schon beim Stand von 12:10 für den SV Stahl, wurde von Spielertrainer Bierwirth eingeleitet und dauerte gar bis zum 20:11 ganze 8 Zähler an. Jena kam in Folge dieser eklatanten Annahmeprobleme nicht wieder zurück ins Spiel und verschaffte durch das folgende Höhe Eigenrisiko in Aufschlag und Angriff dem Stahl Sechser einfache Punktwechsel. In dieser Phase gab auch der fast 2 Jahre vermisste Thomas Viehweger sein Comeback in der 1. Mannschaft, welcher zudem ebenfalls jüngst Vaterfreuden zu begrüßen hatte. Auch ihm und seiner Familie auf diesem Wege die besten Glückwünsche zum Volleyballnachwuchs.
In der 2. Satzpause appellierte der Trainer noch einmal, dass man jetzt die Konzentration hoch halten müsse, um auch, den erneut phantastisch anfeuernden Ergänzungsspielern Einsatzzeiten geben zu können. alles schien perfekt und beim Stand von 10:6 für den SV Stahl machten sich die Spieler bereit. Doch es kam leider nicht zum erhofften Wechsel, da plötzlich sowohl Annahme und der bislang nicht zu stoppende Angriffsmotor ins Stottern gerieten. Man lief bis zum Stand von 17:19 einem permanenten Rückstand hinterher, bevor vor allem Rosenbusch und Franz durch exzellente Feldabwehr glänzten und Fröhlich immer wieder Langheinrich auf Mitte bedienen konnte, der sich an diesem Tage keine Blöße gab und alle Bälle im 1. Tempo verwertete, wenn auch manchmal nur mit dem Fingernagel. Folgerichtig machte der Stahl Express den Sack mit dem ersten Matchball zu und bewies: Crunchtime ist Stahltime...
Ausgelassene Freude, großer Jubel der zahlreichen mitgereisten Stahl Fans und ein neu einstudierter Mannschaftsgesang, der jedoch gern noch häufiger geprobt werden darf, bildeten den Abschluss eines erfolgreichen 2. Auswärtsspieltages und sicherten eine zufriedene Heimreise aller.
Nicht vergessen am 20.09.14 lädt der SV Stahl zu ersten Heimspieltag der Saison ein.
Ort: Grüne Mitte Saalfeld , Anpfiff 15:00
Gegner sind VC Erfurt und die Volley Juniors Thüringen
Für das leibliche Wohl wird gesorgt werden... Bis dann!




H1: Eine neue Saison hat für den SV Stahl begonnen.

Doch diese wird völlig anders als alle vorhergegangenen verlaufen.
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ist die Mannschaft abgestiegen, viele Spieler haben zum Ende der Saison den Verein aus verschiedenen Gründen verlassen.
Jetzt heißt es den Verein und den Stahl-Sechser strukturell und personell neu aufzustellen und wettkampffähig zu machen.
Dieses Unterfangen gestaltet sich umso schwieriger, wenn man bedenkt, daß der erste Spieltag genau 6 Tage nach Wiedereröffnung der Turnhallen im neuen Schuljahr lag und diese zu allem Übel nur teilweise bespielbar waren.
Somit war die Vorbereitung auf die neue Spielrunde nicht nur sehr kurz, sondern auch mit einigen weiteren Fragezeichen personell versehen.
Man fuhr also am vergangenen Samstag zum Auswärtsspiel nach Erfurt um dort gegen die eigentlich abgestiegenen Elektroniker anzutreten.
Diese durften sich derweil in der Auftaktbegegnung des Spieltages gegen die 2. Mannschaft des VSV Jena austoben und konnte somit bereits durch Spielertrainer J.Bierwirth und Co-Trainer E.Langheinrich kurz analysiert werden. Dennoch war die Marschroute klar: nicht auf andere schauen, sondern vor allem eigene Leistungsparameter abrufen.
Doch wie immer sind Theorie und Praxis zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.
Der SV Stahl begann nervös und sah sich nach wenigen Minuten in einem absoluten Debakel wieder. Man schlitterte von 0:3 über 3:3 in einen Rückstand von sage und schreibe 3:18 , bevor überhaupt das Grundelement im Volleyball, die Annahme stabilisiert werden konnte und somit ein seriöser Spielaufbau stattfand. Die neu formierte Mannschaft kämpfte sich trotz des schlechten Beginns auf 15:25 heran und holte Schwung für den zweiten Satz. Der bereits zu Ende des ersten Satzes eingewechselte E. Langheinrich stabilisierte trotz seiner Mittelblockposition die Annahme und man versuchte vorerst ohne Libero weiterzuspielen. Diese Maßnahmen zeigten sofortige Wirkung. Durch die Mannschaft ging nicht nur spielerisch, sondern auch emotional einen Ruck und man erkämpfte sich Satz zwei mit 25:16.
Der Stahl- Express rollte nun wie von selbst. Auch neu gewählter Kapitän Markus Wipprecht legte nun seine Anfangsnervosität ab und trug entscheidend zum positiven Spielverlauf im dritten Satz bei. Folgerichtig ging auch dieser Satz an den SV Stahl Unterwellenborn. Absolut positiv zu erwähnen ist die mannschaftlichen Unterstützung aller mitgereisten Spieler, die das Auswärtsspiel in Erfurt atmosphärisch fast zu einem Heimspiel gestalteten. Dies gab dem Trainer die Möglichkeit, auch neue Spieler wie Andy .... und Matthias Reuschel Einsatzzeiten zu gewähren. Beide erfüllten die an sie gestellten Anforderungen mit Bravour. Somit ging der SV Stahl mit einem 2:1 in den entscheidenden vierten Satz. In diesem konnte jetzt auch Zuspieler Martin Fröhlich durch die stabile Annahme immer wieder schnelle Pässe über die Mittelposition einstreuen. Der erfahrene Eric Langheinrich und Rohdiamant Franz Zahoransky düpierten den gegnerischen Block nach belieben. Auch wenn kurz vor Schluss noch einmal der Schlendrian aufkam, gewann man trotz allem den vierten Satz 26:24 und sicherte sich somit den ersten Saisonsieg im ersten Auswärtsspiel. Luft nach oben gab es dennoch, vor allem auf den Außen- Annahmepositionen. Jetzt heißt es für Trainer Bierwirth fleißig weiter zu trainieren, um alle neuen Spieler in die teilweise unbekannten Spielsysteme zu integrieren und somit bestens auf die erneute Auswärtsaufgabe in Jena vorbereitet zu sein. Großer Dank gilt deshalb vor allem den Spielern vom SV Fun Vital aus Rudolstadt, die sich am Dienstag Abend in der Grünen Mitte in Saalfeld zu Testspielen zur Verfügung stellten. Allen Anhänger des SV Stahl Unterwellenborn sei gesagt: wir freuen uns auch in dieser Saison auf eure Unterstützung und erwarten euch zum ersten Heimspieltag am 20.09.2014 um --- Uhr im neugestalteten Volleyballtempel Grüne Mitte in Saalfeld.

H1: Keine Überraschung beim Tabellendritten | 22.03.14

Mit einer nach Sätzen deutlichen 3:0-Niederlage gegen den Chemnitzer PSV endet für die Stahl-Volleyballer das erste und vorerst letzte Regionalligaabenteuer der Vereinsgeschichte. Die klar favorisierten Gäste zeigten im Zschopauer Heimausweichquartier eine überzeugendere Leistung und zogen vor allem mit ihrem gut positionierten Block der insgesamt mit zu wenig Selbstvertrauen agierenden Stahlangriffsreihe den Zahn. Am Ende bleibt nach dem Verfehlen dieser sehr schwierigen Auswärtshürde die rote Laterne beim Aufsteiger aus Unterwellenborn, wobei auf den zu Saisonbeginn angestrebten, vermeintlichen 8. (Nichtabstiegs-)Patz lediglich 2 Punkte Distanz liegen.
Angeführt von Kapitän Martin Fröhlich begann Stahl dieses letzte, wichtige Spiel in seiner momentanen Bestbesetzung, wobei Sebastian Kretzschmar erneut den fehlenden Jeff Bierwirth im Außenangriff ersetzen musste. Leider verpasste es der Stahl-Sechser, wie bereits gegen Ohrdruf und Oelsnitz, zu Beginn der Partie mit mutigen, engagierten Aktionen erste Akzente zu setzen, um somit Ruhe und Selbstvertrauen ins Spiel zu bringen. Stattdessen warfen sich die Stahlwerker in zahlreichen Phasen durch ungenaue Annahmen, unpräzises Passspiel und fehlende Übersicht im Angriff immer wieder selbst zurück. Nur zwischenzeitlich blitzte hier und da das wahre Leistungspotenzial der Mannschaft auf. Besonders ärgerlich war die im gesamten Spiel viel zu hohe Fehlaufgabenquote, denn es wurde deutlich, dass auch die Annahme des Tabellendritten bei druckvollen Aufschlägen verwundbar war. Zwar konnte man im Spiel des Stahl-Sechsers mit zunehmender Spieldauer eine klare Steigerung erkennen, für eine Überraschung gegen die favorisierten Sachsen reichten die Körpersprache und die als Mannschaft gezeigte Leistung am Ende jedoch nicht aus.
Für die Stahlwerker geht damit eine sportlich sehr anspruchsvolle und interessante Saison zu Ende. Mit einigem zeitlichen Abstand zu den drei letzten Spielen und trotz des verpassten Klassenerhaltes kann man das gesamte Spieljahr klar als sportlichen Erfolg verbuchen. In einer sehr ausgeglichen Staffel waren Siege gegen Oelsnitz und Dresden, das sensationelle Erreichen des Tie-Breaks gegen Gotha, der zweimalige Triumpf über den direkten Konkurrenten TSV Leipzig und vielmehr noch das gewachsene Zuschauerinteresse Erfolge der Mannschaft, die den Sport im Landeskreis Saalfeld-Rudolstadt stark bereichert haben. Das es am Ende nur knapp nicht gereicht hat, ist zum einen der Tatsache geschuldet, dass man sich vor der Saison bewusst gegen eine zu starke Umstrukturierung der Mannschaft mit Neuzugängen entschieden hat. Zum anderen hat in entscheidenden Situationen – so beispielsweise in den Tie-Breakspielen gegen Erfurt und Reudnitz – ganz klar die Clevernis, die eben auf Erfahrung basiert, gefehlt. Ein großes Lob gehört an dieser Stelle nochmals den Unterwellenborner Zuschauern, die den Stahl-Sechser bei allen Heim- und Auswärtsspielen mustergültig nach Kräften unterstützt und somit für einen würdigen Rahmen gesorgt haben.
Da nach der Saison bekanntlich vor der Saison ist, kommt jetzt auf die Verantwortlichen erneut viel Organisationsarbeit zu. Das Team wird im nächsten Spieljahr wieder in Thüringens höchster Spielklasse antreten. Welches Gesicht die Mannschaft dabei haben wird, ist allerdings unklar, denn bereist jetzt steht fest, dass einige Akteure der Regionalligamannshaft den Verein aus beruflichen und persönlichen Gründen verlassen werden.


H1: Niederlage im letzten Heimspiel | 15.03.14

Die Regionalligavolleyballer des SV Stahl Unterwellenborn mussten sich in ihrem letzten Heimspiel in der Saalfelder Grünen Mitte gegen den Tabellenzweiten vom VSV Oelsnitz mit 3:1 geschlagen geben. Eine ähnliche Sensation wie im Hinspiel, als man Oelsnitz nach langem Kampf mit 3:2 besiegen konnte, blieb den Mannen um Kapitän Martin Fröhlich dieses Mal verwehrt. Der Stahl-Motor benötigte einige Zeit, um nach anfänglichen Startproblemen und einem schnellen 2:0 Satzrückstand auf Betriebstemperatur zu kommen. Am Ende zeigte der Aufsteiger aber eine starke kämpferische Leistung und verpasste den Tie-Break mit 22:25 in Satz 4 denkbar knapp. Besonders bitter ist die in Folge der Tabellenkonstellation in der 3. Bundesliga Ost bereits jetzt feststehende Tatsachse, dass Unterwellenborn, VC Erfurt (2:3 gegen Reudnitz) und TSV Leipzig (1:3 gegen VC Gotha) unabhängig vom Abschneiden am letzten Spieltag als Absteiger feststehen.
Die Stahlwerker hatten sich für die letzte Partie vor heimischer Kulisse viel vorgenommen, besonders deshalb, da die rote Laterne am Saisonende nicht in Unterwellenborn hängen soll. Auch die Gäste aus dem Vogtland unterstrichen mit ihrer vollen Kapelle die klaren Ambitionen, in Sachen Vizemeisterschaft alles klar machen zu wollen. Die Fans beider Lager sorgten mit Pauken und Trompeten für eine tolle Atmosphäre unter den insgesamt etwa 80 Zuschauern. Leider verpasste es der Stahlsechser seine guten Vorsätze mit aufs Parkett zu nehmen. Insbesondere in der Annahme, in der Sebastian Kretzschmar Routinier Jeff Bierwirth vertreten musste, hatte Stahl anfänglich einige Abstimmungsprobleme. Somit wurde ein variantenreiches Aufbauspiel stark erschwert und die zögerlichen Angriffsversuche wurden zu oft im Gästeblock anstelle des Feldes versenkt. Der VSV wurde in dieser Phase seiner Favoritenrolle klar gerecht und siegte in den Sätzen 1 und 2 mit 25:14 und 25:17 auch in dieser Höhe verdient.
In Satz 3 war sich der Drittligaabsteiger seiner Sache wohl bereits etwas zu sicher. Stahl stand jetzt mit dem Rücken zur Wand und zeigte von Beginn an vor allem im Block und in der Feldabwehr ein anderes Gesicht. Die Folge war eine schnelle 6:1 Führung, die Gästetrainer Lange zu einer ersten Auszeit zwang. Zwar zeigte diese mit dem Ausgleich bei 7:7 prompt ihre Wirkung, die Stahlwerker waren aber endlich in der Partie angekommen und spielten fortan unterstützt durch die Stahl-Fans mit dem Tabellenzweiten auf Augenhöhe. Nach dem 25:22 Satzerfolg lief auch Satz 4 lange nach dem Geschmack des Stahl-Trainers. Über die Stationen 10:11 und 12:16 erspielte sich Stahl einen 21:19 Vorsprung. Leider verpasste es Stahl diesen gegen die routinierter spielenden Gäste auch ins Ziel zu retten. Der 4. Satz ging denkbar knapp mit 25:22 an Oelsnitz, die sich am Ende mächtig strecken mussten, um den Tie-Break zu vermeiden.
Die von Stahl in den Sätzen 3 und 4 gezeigte Leistung macht Mut für das Saisonfinale in einer Woche beim Tabellendritten Chemnitz. Das erklärte Ziel der Stahlwerker ist ein versöhnlicher Saisonabschluss auf Tabellenplatz 8. Dieser kann mit einem 3-Punkte-Sieg und dem parallelen Patzen von Erfurt (in Gotha) und Leipzig (in Ohrdruf) erreicht werden.


H1: Herber Rückschlag im Abstiegskampf | 08.03.14

Nach einer klaren und vom Spielverlauf her deutlichen 3:0 Niederlage mussten die Stahlwerker beim Ohrdrufer SV einen herben Rückschlag einstecken. Gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn blieben die Gräf-Schützlinge den mitgereisten Stahl-Fans nahezu alles schuldig, was in einem so wichtigen Spiel im Kampf um den Klassenerhalt notwendig ist. Ohne Durchschlagskraft im Angriff, eine agile Feldarbeit und wirklich zwingendes Blockspiel hatten die Gastgeber mit dem Stahl-Sechser zu leichtes Spiel. Erstmals nach dem 2. Spieltag übernimmt Stahl mit einem Punkt Rückstand auf den TSV Leipzig und den Erfurter VC damit die rote Laterne. Wenngleich die Ausgangslange durch die teilweise sehr überraschenden Siege der Konkurrenz nun um ein vielfaches schwieriger ist, bestehen weiterhin minimale Hoffnungen auf den Klassenerhalt.
Die sportlichen Zielstellungen sind bei den Stahlwerkern in der jüngsten Vergangenheit ohnehin in den Hintergrund gerückt. Nach dem letzten Spiel gegen den VC Gotha führte eine schwerwiegendere Erkrankung dazu, dass Jeff Bierwirth eine längere Zeit mit Volleyball aussetzen muss. Nach insgesamt 58 Einsätzen in Thüringen- und Regionalliga in Folge muss der SV Stahl somit auf eine wichtige Säule seines Spiels verzichten. Auf diesem Wege wünschen die Mannschaftskameraden eine positive und schnelle Genesung.
Diesen herben Ausfall muss in den restlichen 3 Spielen nun das Team kompensieren. Dass aber ausgerechnet in diesem wichtigen Spiel gegen den OSV, der eigenen Aussagen zu Folge ausgerechnet gegen Stahl erstmals in dieser Saison den kompletten Kader zur Verfügung hatte, nun auch noch mit Sebastian Kretzschmar, Manuel Dressler und Markus Wipprecht wichtige Angriffsspieler krankheitsbedingt passen mussten, machte das Desaster komplett. Natürlich dürfen diese Ausfälle keine Entschuldigung für fehlenden Einsatzwillen und unzureichende Präsenz auf dem Spielfeld sein. Sie erklären aber die zahlreichen Abstimmungsprobleme und die vielen einfachen Fehler, die in Folge der notwendigen Änderungen in der Aufstellung zu vielen Punktverlusten führten und einen Sieg gegen eine konstant und souverän agierende Ohrdrufer Mannschaft in weite Ferne rücken ließ. Das auch das Schiedsgericht mit einigen zweifelhaften – wenn auch unterm Strich nicht spielentscheidenden – Entscheidungen zum Spielgeschehen beitrug, soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Es hat zudem einen faden Beigeschmack, dass ausgerechnet zwei Schiedsrichter des Erfurter Volleyballclubs zum Einsatz kamen.
Die letzten beiden Spiele dieser Saison wird der Stahl-Sechser hoffentlich in besserer Besetzung absolvieren können. Im Training kann die Devise nur lauten, sich konzentriert und engagiert vorzubereiten und im entscheidenden Moment dann alles in die Waagschale zu werfen. Da mit dem VSV Jena und dem VC Dresden in der 3. Bundesliga aktuell zwei Mannschaften des Regionalbereichs Ost auf einem Abstiegsplatz stehen, kann es passieren, dass am Ende der Saison sogar 3 Mannschaften die Reise in die Thüringen- bzw. Sachsenliga antreten müssen.


H1: Dem Meister ordentlich Paroli geboten | 09.02.14

Im vorletzten Heimspiel gastierte der VC Gotha in der Grünen Mitte. Die Residenzstädter spielen in dieser Saison in einer eigenen Liga und haben das gesteckte Ziel Aufstieg bereits 4 Spieltage vor Saisonende erreicht. In einem an Spannung, Dramatik und Emotionen kaum zu überbietenden Spiel wurden die etwa 100 Zuschauer nach 133 Spielminuten für ihr Kommen zur späten Stunde mehr als entschädigt. Die starke kämpferische Leistung des Stahl-Sechsers und eine Zuschauerkulisse, die in so mancher Halle dieser Liga seines gleichen sucht, brachten trotz der knappen 3:2 Heimniederlage einen vorher nicht erwarteten Punktgewinn, der für die verbleibenden 3 Spiele im Kampf um den Klassenerhalt noch immens an Bedeutung gewinnen kann.

(Bild mit feundlicher Unterstützung des EVC)

Vor dem Spiel stand für den derzeit ohnehin stark dezimierten Stahl-Kader der Einsatz von Routinier Jeff Bierwirth und Libero Stephan Gräf krankheitsbedingt auf der Kippe. Beide bissen auf die Zähne und stellten sich kurzfristig in den Dienst der Mannschaft. Wer dachte, dass Gotha nach dem feststehenden Aufstieg einen Gang zurückschaltet, wurde schon beim Blick auf die Mannschaftsliste im Spielprotokoll schnell eines besseren belehrt. Bei den Gästen fehlten lediglich Carsten Strecker und Nachwuchstalent Eric Burggräf. Die Devise im Stahl-Sechser war deshalb klar vorgegeben: Man hat nichts zu verlieren und kann demnach befreit aufspielen. Trotzdem starteten die Mannen um Kapitän Martin Fröhlich im ersten Satz zu verkrampft. Der Annahmeriegel um den starken Libero Marco Büchner stand in dieser Phase zwar stabil, die restlichen Spielelemente agierten aber zu verhalten und drucklos, weshalb Gotha schnell zu einer verdienten 18:13-Führung kam. Alles lief so, wie vorher es zu erwarten war und keiner im weiten Rund dachte nach der deutlichen 25:16 Auftaktschlappe wohl an eine Besserung in Satz 2. Erinnerungen an das Hinspiel wurde wach, als Stahl nach einem starken ersten Satz später schnell unter die Räder kam. Dieses Mal sahen die Zuschauer aber ein anderes Gesicht der Mannschaft, die an sich selbst glaubte und im weiteren Spielverlauf durch viel Kampfgeist Gleichwertigkeit erlangte. In einem spannenden 2. Satz schenkten sich beide Teams über die Stationen 14:15 und 22:22 nichts. Als die Anzeigetafel zwei Satzbälle für Stahl bereithielt, stand die ohnehin lautstarke Kulisse in der Halle das erste Mal Kopf. Und Stahl blieb – anders als in so manchem knappen Duell der jüngsten Vergangenheit – kaltschnäuzig und nutzte diese einmalige Chance zum 25:22 Satzgewinn. Auch im Folgedurchgang war Gothas Trainer Jörg Schulz früh beim Stand von 6:9 aus Gothaer Sicht zu einer ersten Auszeit gezwungen. Seine Worte fanden Wirkung. Der VC glich schnell wieder aus (12:12) und ging selbst in Führung (18:15). Stahl kämpfte bis zum Satzfinale aufopferungsvoll und erarbeitete sich erneut einen Satzball (24:23). Diesen wehrte der Tabellenführer noch ab, hatte bei 25:24 sogar selbst Satzball und musste Stahl schließlich bei 27:25 den Vortritt lassen. Trotzdem auch Satz 4 eng war und man den Stahlwerkern eine gute Leistung bescheinigen kann, waren es nun die Gothaer, die einen Gang höher geschaltet hatten und das Spiel in den entscheidenden Momenten dominierten. Im Tiebreak schließlich spielte der VC seine ganze Routine und individuelle Überlegenheit aus. Über die Stationen 7:10 und 9:13 machten die Residenzstädter kurz und trocken mit 15:12 den Deckel auf ein Spiel, dessen Verlauf sie sich vorher auf jeden Fall leichter vorgestellt hatten.
Die Zuschauer feierten die knappe Niederlage wie einen Heimsieg. Als positives Fazit zog Stahl-Trainer Bernd Gräf nach dem Spiel, dass sich alle Akteure – insbesondere Franz Zahoransky in seinem zweiten Regionalligaspiel überhaupt – nahtlos ins Spielgeschehen einfügten, weshalb auch die Option zu taktischen Wechseln ermöglicht wurde. Die Mannschaft hat nach zahlreichen Rückschlägen eindrucksvoll gezeigt, dass sie auch nächste Saison in der Regionalliga spielen will und vor allem, dass das spielerische Niveau dazu auch ausreicht. Nach 6 Spieltagen in Folge steht nun bis Anfang März eine längere Spielpause an, die der Stahl-Sechser für intensive Trainingseinheiten aber auch zum Auskurieren kleinerer Blessuren nutzen wird, ehe das Saisonfinale eingeläutet wird.


H1: Stahlwerker erwischen gebrauchten Tag | 02.02.14

Von ihrem Duell mit dem Tabellendritten und Mitaufsteiger SV Reudnitz kehrten die Stahlwerker in Folge einer 3:1 Niederlage ohne Punkte dafür mit mächtiger Enttäuschung zurück in die Heimat. Nachdem man sich im Hinspiel knapp mit 3:2 geschlagen geben musste, sollte in der Fremde die Revanche gelingen. Die bisher gute Bilanz der Sachsen mit 8 Siegen aus 12 Spielen und die Tatsache, dass der abermals nicht üppig gefüllte Stahl-Kader im Angriff durch Franz Zahoransky und Sebastian Mallinowski erneut mit zwei Spielern der Bezirksklassemannschaft aufgefüllt werden musste, sorgte vor dem Spiel nicht unbedingt für bessere Vorzeichen. Während man dem Jungen Zahoransky in Anbetracht seines Regionalligadebüts auf der Mittelblockposition noch einen ordentlichen Job attestieren konnte, bleibt für die restlichen Stahl-Akteure das Fazit, dass nahezu niemand seine Normalform erreichen konnte.
So war es nicht verwunderlich, dass der Start ins Spiel erneut holprig verlief. Die Aufschlagspieler der Reudnitzer hatten sich schnell ein Erfolgskonzept zurechtgelegt, was dazu führte, dass das Angriffsspiel der Stahlwerker stockte, während der Reudnitzer Block leichtes Spiel hatte. Hinzu kamen viel zu einfache Fehler, die den Stahl-Sechser über den gesamten Spielverlauf in allen Spielelementen immer wieder um den Lohn der eigenen Arbeit brachten. Als Stahl in Satz 2 endlich anfing zu kämpfen und bereits verloren geglaubte Bälle noch erfolgreich im gegnerischen Feld unterbrachte, gelang der verdiente – wenn auch knappe – Satzgewinn, an dem Manuel Dressler durch 2 Blockwinner in Folge großen Anteil hatte. Auch in Satz 3 schnupperte Stahl nach anfänglichem Rückstand (15:17) schon am Satzgewinn (22:20). Dieser hätte den so wichtigen und sicheren Punkgewinn zur Folge gehabt, aber wie so oft in jüngster Vergangenheit versagten auch hier im entscheidenden Moment die Nerven und der Satz ging mit Minimalabstand an Reudnitz (25:23). Die Geschichte des Folgedurchgangs ist schnell erzählt. Bis zur Satzmitte war für die Stahlwerker noch alles offen, ehe man nach einigen unglücklichen Aktionen zur Salzsäule erstarrte und sich fast kampflos seinem Schicksal ergab.
Auch nach diesem Spieltag bleibt das Fazit, dass für den Thüringer Aufsteiger gegen einen vermeintlichen Favoriten trotz erneut dünn besetzter Personaldecke und nicht optimaler Leistung deutlich mehr drin gewesen wäre. Hinzu kommt, dass der ärgste Konkurrent vom Erfurter Volleyballclub um den ersten Nichtabstiegsplatz das Kellerduell mit Leipzig klar in 3 Sätzen gewann und damit bis auf einen Zähler an Stahl heranrückt. Am kommenden Samstag (08.02.14) um 20 Uhr können die Stahlwerker gegen den bereits feststehenden Meister VC Gotha befreit aufspielen. Bereits ein Punktgewinn wäre hier eine riesige Sensation. Weitaus schwieriger wird es deshalb nach einer kurzen Spielpause in den abschließenden 3 Spielen, in denen Stahl um das noch in greifbarer Nähe befindliche große Ziel Klassenerhalt kämpfen muss. Dazu braucht es aber auch eine deutliche Leistungssteigerung, um als Mannschaft die passende Antwort geben zu können.


H1: Dresdner Revanche im fernen Ostthüringen | 25.01.14

Obwohl die einhellige Meinung im weiten Zuschauerrund den Regionalligavolleyballern des SV Stahl Unterwellenborn eine der besseren Heimleistungen attestierte, stand nach einem spannenden und kampfbetonten Spiel gegen den USV TU Dresden am Ende leider eine bittere 3:1-Heimniederlage auf der Anzeigetafel. Nach Spielende zeigten sich die Stahlwerker darüber verständlicherweise enttäuscht, denn mit einer etwas mutigeren Spielweise und dem nötigen Quäntchen Glück in der ein oder anderen spielentscheidenden Szene wäre zumindest eine Entscheidung im Tie-Break möglich gewesen.
Die Gäste aus der Sächsischen Landeshauptstadt sind seit Jahren eine feste Größe in der Regionalliga Staffel Ost und belegten dabei zumeist vordere Plätze. Umso überraschender war der klare 3:0-Erfolg des Thüringer Aufsteigers im Hinspiel, der den zweiten Auswärtssieg bedeutete. Für Dresden war diese Niederlage gleichzeitig der Startschuss für eine beeindruckende Serie von 6 Siegen in Folge, die nur durch eine äußerst knappe Tie-Breakniederlage gegen Staffelprimus VC Gotha einen kleinen Makel erhielt.
Die Favoritenrolle lag also bei den Gästen, die dieser gleich vom Start weg durch druckvolle Aufgaben und eine solide Blockarbeit gerecht wurden. Die Stahlwerker ihrerseits suchten in dieser Phase besonders in den Elementen Annahme und Block noch ihre Normalform. So war es nicht verwunderlich, dass sich die konstant spielenden Elbstädter über die Stationen 17:12 und 21:14 in Richtung Satzsieg punkteten. Bereits beim Stand von 24:19 hatten die nun besser im Spiel angekommenen Stahlwerker den zwischenzeitlich größeren Vorsprung der Gäste reduziert. Ein glückliches Ende für den Heimsechser hatten jedoch wahrscheinlich nur noch die optimistischsten Stahl-Fans auf dem Zettel. Der bis dahin im Aufschlag glücklose Jeff Bierwirth fasste sich ein Herz und stellte mit einer Sprungaufschlagserie den 24:23 Anschluss her. Leider fehlte dem Stahl-Sechser bei einer Blockaktion im entscheidenden Moment das eingangs erwähnte Glück, so dass der Satz knapp mit 25:23 verloren ging. Aber Stahl zeigte nun ein anderes Gesicht und brachte in Satz 2 mit einigen zwingenden Aktionen seinerseits einige Punkte zwischen sich und den Gegner (23:19). Dieser Vorsprung wurde mit 25:23 ins Ziel gerettet und der Satzausgleich hergestellt. Leider konnte Stahl diese Leistung nicht für Satz 3 konservieren, so dass das Spiel durch einige unglückliche Aktionen zum Satzbeginn gleich wieder aus den Händen glitt. Dieser Durchgang ging erneut an die Dresdner, die obenauf spielend auch im abschließenden 4. Satz zwar nicht unbedingt besser aber einfach konsequenter ihre Chancen im Abschluss suchten und sich somit am Ende mit 25:22 denkbar knapp für die klare Hinspielniederlage revanchierten.
Ein großer Dank gebührt den zahlreich erschienen Stahl-Fans, die die Mannschaft erneut grandios und lautstark unterstützt haben. Bereits in 2 Wochen wird die nächste Heimaufgabe ungleich schwerer. Dann gastiert kein geringerer als der ungeschlagene Tabellenführer vom VC Gotha in der Grünen Mitte Saalfeld. Spielbeginn wird dieses Mal zu späterer Stunde um 20 Uhr sein.


H1: Stahlwerker mit zweitem Sieg in Folge | 19.01.14

Nach dem ersten Heimsieg vor Wochenfrist gegen das Tabellenschlusslicht TSV Leipzig legte der Regionalliga-Sechser des SV Stahl Unterwellenborn im Abstiegsduell mit dem Erfurter Volleyballclub nach. In einem hartumkämpften Spiel bewahrten die Gräf-Schützlinge nach einem klar verlorenen Auftaktsatz die nötige Ruhe und siegten nach 130 Spielminuten und durchwachsenem Spielverlauf mit 15:8 im Tiebreak. Durch die Niederlage der TSG Markkleeberg im Parallelspiel gegen den TSV Leipzig klettern die Stahlwerker um einen Platz auf Rang 7 und distanzieren sich weiter vom ersten Abstiegsplatz (9. Platz). Der Blick nach oben zeigt, dass zwischen dem Stahl-Sechser und dem kommenden Gegner USV TU Dresden (4. Platz) auf Grund der Ausgeglichenheit der Liga lediglich 1 Zähler liegt.
Stahl-Trainer Bernd Gräf war vor dem Spiel, was die Stärke seines Kaders angeht, erneut nicht zu beneiden. Durch Verletzungen und Urlaub bedingt, standen vor dem Spieltag nur im Zuspiel und auf der Liberosposition Wechseloption zur Verfügung. Deshalb wurde der Kader kurzfristig durch Franz Zahoransky und Eric Langheinrich ergänzt, die für die Bezirksklassemannschaft auflaufen. Der Stahl-Sechser hatte sich trotzdem für das Spiel viel vorgenommen. Leider konnte dieser Vorsatz nicht von Anfang an mit aufs Parket genommen werden. Die Stahl-Annahme wurde vom Start weg durch druckvolle Aufschläge der Erfurter Gastgeber so stark unter Druck gesetzt, dass ein geordneter Spielaufbau nur selten gelang. Das hohe Risiko des EVC wurde mit zahlreichen einfachen Punktgewinnen belohnt und Stahl über die Stationen 4:9 und 8:17 fast schon vorgeführt. Kein guter Start in so ein wichtiges Spiel, es spricht aber für die Stahlwerker, dass zumindest gegen Ende des Satzes zunehmend Stabilität ins Spiel kam. Mehr als eine Ergebniskorrektur zum immer noch deutlichen 25:16 Endstand gelang jedoch nicht.
In den Folgesätzen spielten beide Teams nun auf Augenhöhe. Stahl blieb vom Verlauf des ersten Satzes unbeeindruckt und zeigte in Satz 2 eine deutliche Leistungssteigerung, die mit dem 1:1-Satzausgleich (25:22) belohnt wurde. In der entscheidenden Phase von Satz 3 sorgte das in der gesamten Partie unglücklich agierende Schiedsgericht für Aufregung. Stahl erhielt eine rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung, die jedoch nicht stattgefunden hatte. Der mit dieser Entscheidung verbundene Strafpunkt spielte den EVC’lern in die Karten, die mit 23:22 in Front liegend in der Hitze des Gefechts den kühleren Kopf bewahrten und nach 32 Spielminuten erneut jubelten (25:23). „Jetzt erst recht!“ war das Motto und der Tiebreak das klare Ziel des Stahl-Sechsers, der sich nach spannendem und engem Spielverlauf Satz 4 mit 25:23 erkämpfte.
Im anschließenden Tiebreak wurden beim Stand von 8:7 für Stahl die Seiten gewechselt. Zeitgleich rotierte Phillip Rosenbusch auf die Aufgabenposition und besorgte seinem Team fast im Alleingang mit einer starken Aufschlagserie den am Ende deutlichen und nicht unverdienten 15:8 Satzendstand.
Ein großes Kompliment gebührt den erneut zahlreich mitgereisten Stahl-Fans, die – wie fast immer in der Vergangenheit – das Auswärtsspiel stimmungsmäßig zum Heimspiel gemacht und die Stahlwerker auch in schwierigen Spielsituationen grandios unterstützt haben. In einer Woche sind vor heimischer Kulisse die Volleyballer der Sächsischen Landeshauptstadt vom USV TU Dresden zu Gast in der Dreifelderhalle Grüne Mitte. Die Stahlwerker werden alles in die Waagschale werfen, um die Siegesserie weiter auszubauen. Vielleicht kann gegen die aufstrebenden Gäste der Erfolg des Hinspiels wiederholt werden.


H1: Minikader erkämpft ersten Heimsieg | 12.01.14

Es geht doch, war das freudige Fazit des ersten Heimspiels im Jahr 2014. Nachdem der Stahl-Sechser gegen den Erfurter VC und den SV Reudnitz in der Hinrunde noch knapp mit 2:3 gescheitert war, gelang den Gräf-Schützlingen im so wichtigen Duell mit dem Tabellenletzten TSV Leipzig im sechsten Anlauf insgesamt der erste Heimsieg in der Regionalliga Ost. Die Stahlwerker feierten nach 104 gespielten Minuten mit den insgesamt etwa 70 Zuschauern einen völlig verdienten 3:1-Sieg. Die personellen Defizite und eine kleine Schwächeperiode im 2. Satz glichen die Stahl-Akteure durch viel Kampfgeist und eine geschlossene Mannschaftsleistung beeindruckend aus.
Die Tabellensituation vor dem Spiel führte erstmals dazu, dass die mit 10 Punkten auf Platz 8 liegenden Unterwellenborner gegen das bereits leicht abgeschlagene Tabellenschlusslicht (5 Punkte, Platz 10) in einer leichten Favoritenrolle lag. Diese existierte jedoch nur auf dem Papier, da die bisherigen Ergebnisse eine sehr ausgeglichene Staffel attestieren. Die Gäste aus Leipzig siegten unter anderem gegen Markkleeberg, gegen die der Stahl-Sechser zweimal leer ausging. Es war also keineswegs eine leichte Aufgabe, um im Kampf um den Klassenerhalt aber alle Chancen zu wahren, musste unbedingt ein Erfolg her. Entsprechend motiviert und konzentriert gingen die Mannen um Neu-Kapitän Martin Fröhlich in die Partie. Nach ausgeglichener Anfangsphase setzte sich Stahl über die Stationen 10:8 und 15:10 zum deutlichen 25:18 Satzerfolg ab. Danach verpasste der Stahl-Sechser diesen Schwung mit in Satz 2 zu nehmen. Es schlichen sich vermehrt Unachtsamkeit und Abstimmungsprobleme in das Spiel des Gastgebers, weshalb der Stahl-Motor leicht ins Stocken geriet. Die TSV’ler spielten in dieser Situation konstanter und nutzten ihre Chancen in einer spannenden Schlussphase zum knappen 25:23 Endstand, der zunächst den 1:1 Satzausgleich brachte. Stahl-Trainer Bernd Gräf fand in der Satzpause die richtigen Worte und brachte sein Team wieder zurück in die Erfolgsspur. Dank druckvoller Aufschläge, guter Blockarbeit und variablem Angriffsspiel des SV Stahl mussten die Leipziger Gäste die Überlegenheit der Hausherren in den beiden Folgesätzen anerkennen, die mit 25:16 und 25:17 deutlich an Unterwellenborn gingen.
Bereits in einer Woche steht das nächste Schlüsselspiel gegen einen direkten Konkurrenten bevor. Die Stahlwerker gastieren dann um 15 Uhr im Thüringenderby beim Erfurter VC und wollen an die gezeigte Leistung anknüpfen.


H1: Niederlage trotz ansprechender Leistung | 04.01.14

Mit einer vom Spielergebnis her deutlichen 3:0-Niederlage und somit ohne Punkte im Gepäck mussten die Regionalligavolleyballer des SV Stahl nach ihrem ersten Punktspiel im Jahr 2014 die Heimreise nach Unterwellenborn antreten. Dabei spiegelt das vermeintlich deutliche Ergebnis den wahren Spielverlauf über weite Strecken nicht wieder. Im Vergleich zum Hinspiel deutlich formverbessert präsentierte sich der Stahl-Sechser dieses Mal merklich engagierter, spielte lange Zeit auf Augenhöhe und hatte vor allem in den Sätzen 1 und 2 Chancen auf einen Satzerfolg, die aber trotz Punktvorsprüngen in den Endphasen beider Sätze nicht genutzt werden konnten.
Über den Jahreswechsel stand auch auf Grund des frühzeitigen Starts ins neue Jahr lediglich eine Trainingseinheit zur Verfügung, um sich auf das Auftaktspiel vorzubereiten. Unglücklicherweise kam noch hinzu, dass gleich mehrere Akteure im Stahl-Sechser gesundheitlich angeschlagen in die Partie gingen. Nicht gerade günstige Vorzeichen, um gegen die hoch gewachsenen Markkleeberger Auswärtspunkte zu holen. Umso erstaunlicher war die Leistung, mit der der Stahl-Sechser in den ersten Satz startete. Solide in der Annahme, stark in der Feldverteidigung und druckvoll im Angriffsspiel spielte Stahl munter mit und punktete sich fast im Gleichtakt mit dem Vorjahresvizemeister in Richtung Satzfinale. In der Auszeit Markkleebergs (17:18) mahnte Stahl-Trainer Bernd Gräf eine Verbesserung der bis dahin unzureichenden Blockarbeit an. Diese Vorgabe setzten die Stahlwerker mustergültig um und sorgten mit einigen gut gesetzten Blöcken für 3 eigene Satzbälle. Davon völlig unbeeindruckt glich die TSG mit guten Aufschlägen zunächst aus und nutzte ihrerseits den ersten Satzball zum knappen 26:24 Satzgewinn.
Ausgenommen vom kurzen kollegialen Tiefschlag zu Beginn, der einen völlig unnötigen 8:0 Rückstand brachte, zeigte Stahl in Satz 2 erneut eine ansprechende Leistung. Es spricht für das Potenzial und die Moral der Mannschaft, dass dieser Rückstand schnell abgebaut (13:13) und in einen 22:20 Vorsprung umgemünzt wurde. Leider brachten sich die Stahlwerker auch hier selbst um den Lohn der vorher erbrachten Arbeit. Mit 25:22 behielt erneut Markkleeberg die Überhand und sorgte somit für eine kleine Vorentscheidung, die im Folgedurchgang in den Köpfen der Stahlwerker steckte. Der Gastgeber spielte keinesfalls übermächtig, holte sich aber durch zwingendere Aufschläge und einen starken Libero den nötigen Vorsprung zum Satz- und Spielgewinn.
Mit mehr Selbstvertrauen und mehr Risiko im eigenen Spiel wäre mehr drin gewesen. Hätte, wenn und aber bringen jedoch am Ende keine Punkte. Nun bleibt eine Woche Zeit, gezielt die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht TSV Leipzig, dass erneut im Ausweichquartier in der Gorndorfer Dreifelderhalle stattfinden wird, anzugehen.


H1: Ganz knapp daneben ist auch vorbei | 14.12.13

Nach über 2 Stunden Spielzeit musste sich der SV Stahl Unterwellenborn in einem hart umkämpften Duell der beiden Regionalligaaufsteiger im Tiebreak denkbar knapp mit 15:17 geschlagen geben, kann damit aber zumindest einen Teilerfolg zum Abschluss der Hinrunde verbuchen. Die Enttäuschung im Stahl-Sechser ist trotzdem groß, da man nach einer 2:0 Satzführung im entscheidenden Moment nicht abgeklärt genug war und 2 eigene Matchbälle ungenutzt ließ. Einen Zähler kann man aber dennoch auf der Habenseite verbuchen, was im Vorgang der Partie gegen den bisher nur gegen Gotha und Dresden sieglosen Tabellenzweiten vom SV Reudnitz nicht selbstverständlich war.
Wie schon in der Partie gegen Chemnitz begann Stahl in Satz 1 mit einer konzentrierten Leistung in Angriff und Block, die vor allem durch eine sehr stabilen Annahme und druckvolle Aufgaben ermöglicht wurde. Ein Garant hierfür war auch Phillip Rosenbusch, der als wichtiger Leistungsträger nach mehrwöchiger Verletzungspause endlich wieder ins Spielgeschehen eingreifen konnte. Nach einem deutlichen 25:19 in Durchgang 1 kamen die Sachsen erwartungsgemäß besser ins Spiel, was Stahl zunächst nicht vom Satzgewinn im Folgedurchgang abhielt. In einer hochspannenden Schlussphase behielten die Mannen um Kapitän Anton Rogow mit 30:28 die Überhand und gingen mit 2:0 nach Sätzen in Front.
In Satz 3 agierten beide Teams lange Zeit auf Augenhöhe. Wie bereits in der gesamten Partie wurden vor allem in der Feldabwehr auf beiden Seiten zahlreiche bereits totgeglaubte Bälle im Spiel gehalten. Die Partie war lange offen (17:17), ehe den Stahl-Sechser einige unglückliche Aktionen ins Hintertreffen brachten. Reudnitz sicherte sich mit freundlicher Unterstützung des Gastgebers durch einige leichte Punktgewinne in der Endphase des Satzes den 25:20 Satzgewinn.
Die Gäste hatten sich in Satz 4 nun immer besser auf das Spiel der Stahlwerker eingestellt. Mit zahlreichen Punktgewinnen über die Mitte wurde dem Stahl-Sechser schnell der Zahn gezogen, der folgerichtig früh einem Rückstand hinterher lief. Leider ließ Stahl in dieser wichtigen Phase eine mannschaftliche Antwort vermissen und brachte sich mit viel Unruhe im Team wieder einmal selbst um die Früchte der vorher erbrachten Arbeit. Ohne viel Mühe gelang Reudnitz auch hier ein ungefährdeter Satzsieg, weshalb die Entscheidung über den Spielsieg in den Tiebreak vertagt wurde.
Hier zeigte Stahl plötzlich von Beginn an wieder das Gesicht der ersten beiden Sätze. Angetrieben von den eigenen Fans wurden dank einer starken kämpferischen Leistung beim Stand von 8:7 die Seiten gewechselt und zwei eigene Matchbälle erspielt (14:12). Im entscheidenden Moment jedoch fehlte den Stahlwerkern das nötige Quäntchen Glück und die erfahrene Reudnitzer Truppe drehte ihren Rückstand zum eigenen, äußerst knappen Spielgewinn (17:15).
Der Stahl-Sechser hat nun über die Festtage ein wenig Zeit, kleine Blessuren auszukurieren, um dann bereits am 04.01.14 auswärts bei der TSG Markkleeberg den Beginn der Rückrunde einzuläuten.


H1: Heimniederlage gegen Chemnitz | 08.12.13

Trotz einer guten kämpferischen Leistung und einem nahezu perfekten Auftaktsatz gelang den Gräf-Schützlingen nach 91 Spielminuten erneut kein Erfolgserlebnis vor heimischer Kulisse. Eine über die gesamte Spieldauer zu hohe Eigenfehlerquote in den grundlegenden Spielelementen Annahme und Block verwehrten den Stahlwerkern den angepeilten ersten Heimsieg. Da aber auch die direkte Konkurrenz Federn lassen musste, rangiert der Aufsteiger aus Unterwellenborn vor dem letzten Spiel der Hinrunde noch immer auf dem letzten Nichtabstiegsrang (Platz 8), einen Platz vor dem VC Erfurt (9.) und dem TSV Leipzig (10.), und hat dabei noch immer Kontakt zum Tabellenmittelfeld.
Das Spiel gegen die vorher unbekannten Gäste aus Chemnitz begann zunächst verheißungsvoll. Über die Stationen 9:4 und 21:13 spielten die Stahlwerker vor einer wieder mal grandiosen Kulisse in allen Mannschaftsteilen wie aus einem Guss und ließen den Gästen in Satz 1 keine Chance. Mit 25:14 setzte Stahl eine deutliche Duftmarke.
Im Folgedurchgang geriet der Stahl-Motor dann aber etwas ins Stocken. Bedingt durch merklich mehr Aufgabendruck der Gäste kam die Annahme im Stahl-Sechser zu oft zu ungenau, weshalb auch die Präzision im Pass- und Angriffsspiel zu wünschen übrig ließ. Von Beginn an setzte sich der nun cleverer agierende PSV einige Punkte ab und verwaltete diesen Vorsprung zum Satzausgleich (25:18).
Die Stahlwerker mussten jetzt wieder mehr tun und taten dies auch. In einem Duell, was nun wieder auf Augenhöhe verlief, schenkten sich beide Teams fortan nichts und punkteten sich nahezu im Gleichschritt bis zur Auszeit durch Stahl-Trainer Bernd Gräf (21:22). Eine wackelnde Annahme und das fehlende Quäntchen Glück in dieser wichtigen Phase versagten jedoch dem Stahl-Sechser die mögliche 2:1-Satzführung, die sich stattdessen der CPSV holte und damit für eine kleine Vorentscheidung im Spiel sorgte.
Dass Volleyball reine Kopfsache ist, zeigten die nun angeknockten Stahlwerker in Satz 4. Trotz weiterhin gutem kämpferischen Einsatzes steckte noch immer die verpasste Chance des Vorsatzes in den Hinterköpfen. Folglich fehlte in der einen oder anderen Situation das nötige Selbstvertrauen, weshalb die Vertagung der Spielentscheidung in einen möglichen Tie-Break nicht gelang. Dass auch das Schiedsgericht über die gesamte Spieldauer keine gute Figur machte, soll erstmals in einem Unterwellenborner Spielbericht nicht unerwähnt bleiben. Es gehört wohl auch zur Regionalligaerfahrung, dass man teilweise kuriose Entscheidungen, die selbst auf diesem Niveau getroffen werden, einfach ignoriert, um sich nicht selbst aus dem Spiel zu bringen. Trotz allem verständlichen Ärger hat natürlich der Stahl-Sechser selbst seine Chancen nicht konsequent genug genutzt, um die routinierteren Gäste in Satz 4 noch einmal zu gefährden. Dieser ging mit 25:18 an die PSV’ler, die damit das Duell der beiden Tabellennachbarn letztlich verdient mit 3:1 für sich entschieden.


H1: Stahlwerker mit Überraschungssieg in Oelsnitz | 01.12.13

Für eine faustdicke Überraschung sorgte Aufsteiger SV Stahl Unterwellenborn in seinem vierten Auswärtsspiel beim Drittligaabsteiger VSV Oelsnitz. Die zahlreich mitgereisten Stahl-Fans sahen ein packendes und gutklassiges Regionalligaspiel, das der Stahl-Sechser vor allem dank seiner mannschaftlichen Geschlossenheit und einem enormen Siegeswillen nach 2:1 Satzführung schließlich im Tiebreak souverän für sich entscheidet. Die Gräf-Schützlinge stocken damit ihr Punktekonto auf 9 Zähler auf und dürfen nach 3 Siegen in 7 Spielen weiter vom Klassenerhalt träumen.
Die noch andauernden Verletzungen von Phillip Rosenbusch und Andreas Schau und die damit stark reduzierten Wechseloptionen sorgten bei Stahl-Trainer Bernd Gräf schon für einige Sorgenfalten. Lediglich Markus Wipprecht im Angriff, Falk Pöppel im Zuspiel und Marco Büchner auf der Liberoposition standen als Alternativen zur Verfügung. Auch ohne diese personellen Einschränkungen ging das Team um Kapitän Anton Rogow ohne große Erwartungen ins Spiel. Schließlich wartete mit dem VSV Oelsnitz in deren beeindruckender Spielstätte einer der spielstärksten Gegner der Liga, der letzte Saison seine Kreise noch in der 3. Bundesliga gezogen hat. Die Devise war also, sich volleyballerisch und vor allem kämpferisch gut zu präsentieren.
Allen Vorzeichen zum Trotz startete der Aufsteiger völlig unbeeindruckt und frech in den ersten Satz. Die Annahme stand auch bei den knallharten Sprungaufschlägen des Gastgebers stabil und somit konnte Zuspieler Martin Fröhlich seine Angreifer mustergültig in Szene setzen. Diese nutzten ihre Optionen mit viel Selbstvertrauen, weshalb sich in der Folge ein Duell auf Augenhöhe entwickelte. Den Stahlwerkern gelang es gegen den individuell stärker besetzten Gegner den Satz lange offen zu halten, sie mussten aber auf der Zielgeraden in Folge zweier ungenauer Annahmen den Vortritt zum Satzball lassen. Die Gräf-Schützlinge behielten in dieser Phase noch die nötige Ruhe und schafften den 24:24 Ausgleich, im entscheidenden Moment jedoch fehlte das nötige Quäntchen Glück und der Favorit sicherte sich mit 27:25 die 1:0 Satzführung.
Die Moral des Stahl-Sechsers war davon aber keineswegs gebrochen. Man merkte, dass heute gegen den vermeintlich stärkeren Gegner was zu holen ist. Mit vielen gelungen Angriffsaktionen, einer starken Feldarbeit und einem guten Mix aus Float- und Sprungaufgaben spielte Unterwellenborn weiterhin groß auf. Folgerichtig gelang zunächst der 1:1 Satzausgleich, der in Satz 3 beim Stand von 24:23 durch einen platzierten Leger vom blendend aufgelegten Jeff Bierwirth mit der 2:1-Satzführung gekrönt wurde.
Im Folgedurchgang schien der bereits sichere Auswärtspunkt dem ein oder anderen Stahl-Akteur eher hinderlich zu sein, denn plötzlich war der Spielfaden total gerissen. Gegen gut platzierte Aufschläge und das schnelle Pass- und Angriffsspiel der Oelsnitzer fand Stahl lange Zeit keine Mittel. Erst gegen Ende des Satzes konnte man sich fangen und mit einigen guten Aktionen Ergebniskosmetik betreiben und wieder Selbstvertrauen tanken. Im anschließenden Tie-Break belohnten sich die Gäste für ihre zuvor gezeigte Leistung selbst. Beim Stand von 8:6 wurden die Seiten gewechselt und Stahl kämpfte sich zum am Ende deutlichen und völlig verdienten 15:9 Satzendstand, der vom Team und den Fans ausgelassen gefeiert wurde.
Bereits in einer Woche am 2. Advent gastiert der PSV Chemnitz in der Grünen Mitte in Saalfeld. Die Stahlwerker haben sich fest vorgenommen, endlich auch dem eigenen Publikum eine solche Leistung zu präsentieren und somit vielleicht die ersten Heimpunkte in Unterwellenborn zu behalten.


H1: Heimblockade bleibt bestehen | 24.11.13

Auch im dritten Anlauf konnten die Stahl-Volleyballer vor einer erneut gigantischen eigenen Zuschauerkulisse den Bock nicht umstoßen und den ersten Heimsieg einfahren. Der Aufsteiger zahlt gegen die deutlich cleverer und kämpferischer agierenden Gäste Lehrgeld und geht am Ende verdient mit 0:3 nach Sätzen als Verlierer vom Platz. Stahl enttäuscht am Ende nicht nur durch die gezeigte sportliche Leistung, sondern vielmehr durch das Auftreten des gesamten Teams auf dem Spielfeld.
Dabei begann das Spiel eigentlich vielversprechend. Lautstark angefeuert von den eigenen Fans zeigte Stahl in Satz 1 in allen Spielelementen – vor allem im Block – eine solide Leistung und kämpfte sich mit 20:16 aussichtsreich in Front. Durch eine gute Aufgabenserie der Gäste geriet die Annahme des Stahl-Sechsers auf der Zielgeraden zunehmend ins Wackeln, wodurch sich auch im Spielaufbau und im Abschluss Fehler einschlichen. Ihr übriges tat die zunehmende Unzufriedenheit über die sehr einseitige Bewertung vor allem technischer Fehler durch das Schiedsgericht, was die Ohrdrufer Gäste konsequent nutzten und sich den eigentlich bereits zu Gunsten der Stahlwerker entschiedenen Satz holten.
Der Stahl-Sechser nahm sich vor allem auf Grund der fehlenden mannschaftlichen Geschlossenheit selbst aus dem Spiel und schaffte es auch im weiteren Spielverlauf nicht mehr, zur Leistung der Anfangsphase zurückzufinden. Folgerichtig gingen auch die Sätze 2 und 3 an Ohrdruf, die sich das Erspielen ihrer 3 Auswärtspunkte sicherlich vorher auch etwas schwieriger vorgestellt hatten.
Die Stahlwerker haben damit eine große Möglichkeit verpasst, die durchaus machbare Aufgabe gegen den direkten Tabellennachbarn Ohrdruf zu lösen und lassen somit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt liegen. Nun gilt es unter der Woche die notwendigen Lehren aus dieser Niederlage zu ziehen und sich beim Drittligaabsteiger VSV Oelsnitz am kommenden Wochenende vor allem als Mannschaft besser zu präsentieren.


H1: Niederlage beim Tabellenführer | 16.11.13

Der amtierende Thüringenmeister vom SV Stahl Unterwellenborn verlor sein wohl schwerstes Auswärtsspiel beim bisher ungeschlagenen Tabellenführer VC Gotha glatt in 3 Sätzen und rangiert mit derzeit 7 Punkten auf Platz 6 weiter im Tabellenmittelfeld der Regionalliga Ost.
Der Aufsteiger aus Unterwellenborn ging als klarer Außenseiter in die Partie. Schließlich stehen im Kader des Aufstiegsfavoriten zahlreiche Akteure mit Erst- und Zweitligaerfahrung. Erschwerend hinzu kam der verletzungsbedingte Ausfall von Außenangreifer Phillip Rosenbusch, der sich mittlerweile zu einem wichtigen Leistungsträger im Angriffsspiel des Stahl-Sechsers etabliert hat. Für ihn rutschte Neuzugang Sebastian Kretzschmar von der Mittelblockposition auf die Außenbahn. Weitere Ausfälle zwangen Stahl-Trainer Bernd Gräf, auf zwei Akteure der neuformierten Bezirksklassemannschaft zurückzugreifen.
Völlig unbeeindruckt vorm scheinbar übermächtigen Gegner startete der Stahl-Sechser mit einer hervorragenden Leistung in die Partie. Nahezu fehlerfrei in allen Spielelementen wurde dem Favoriten mit einer guten kämpferischen Leistung die Stirn geboten und mit 7:2 eine überraschend deutliche Führung erspielt. Gotha kam im weiteren Verlauf besser ins Spiel und ging beim Stand von 17:16 erstmals in Führung. Stahl konnte zwar weiter auf Augenhöhe mithalten, musste sich aber auf Grund kleiner Fehler und der größeren Kaltschnäuzigkeit der Gastgeber in der entscheidenden Phase letztlich knapp mit 25:22 geschlagen geben. Wie stark die Leistung des Stahl-Sechsers in diesem ersten Satz war, belegt die Tatsache, dass Gothas Trainer Jörg Schulz im ganzen Satz seine Startformation um den Ex-Erstligaakteur Marcel Hermann auf dem Spielfeld ließ.
Leider konnte Stahl diese gute Leistung nicht mit in Satz 2 nehmen. Die Gastgeber erzeugten jetzt mit ihrem Aufschlagspiel deutlich mehr Druck, weshalb der Spielaufbau und folglich auch das Angriffsspiel der Stahlwerker über weite Strecken zu wirkungslos blieben. Die schlagkräftigen VC’ler kamen ihrerseits wegen der oft zu harmlosen Aufschläge und einem unzureichenden Blockspiel auf Seiten des Stahl-Sechsers zu leichten Punkterfolgen. Beim Stand von 13:18 und 6 erfolgten Wechseln verlor VC-Trainer Jörg Schulz den Überblick und nahm den siebten, nun unerlaubten Wechsel vor. Dieser wurde zwar vor Wiederanpfiff der Partie vom Schiedsgericht bemerkt und korrigiert, hatte aber zur Folge hatte, dass Gotha für den Rest des Satzes ohne Zuspieler auskommen musste. Der Stahl-Sechser war aber bereits zu weit im Hintertreffen, um aus diesem Handicap Kapital zu schlagen.
Ins Spiel der Stahlwerker hatten sich mittlerweile zu viele kleine Fehler eingeschlichen, um in Satz 3 das Ruder nochmals rumzureißen und den Favoriten ernsthaft in Verlegenheit bringen zu können. Aber das Team um Kapitän Anton Rogow zeigte trotz teilweise deutlichem Rückstands Moral. Mit einer guten Aufgabenserie von Sebastian Kretschmar konnten insgesamt 6 Matchbälle abgewehrt werden, ehe der VC Gotha mit 25:22 den Sack zumachte.
Insgesamt steht das Resümee, dass sich der Aufsteiger trotz personeller Ausfälle beim Meisterschaftsfavoriten am Ende achtbar aus der Affäre gezogen hat und zuversichtlich auf die kommenden schweren Aufgaben blicken kann. Bereits am kommenden Wochenende geht es zum nächsten Heimspiel dieses Mal in der Gorndorfer Dreifelderhalle um 17 Uhr gegen den direkten Tabellennachbarn vom Ohrdrufer SV. Eine Woche später ist man zu Gast beim Drittligaabsteiger VSV Oelsnitz.


H1: Stahl-Volleyballer in Dresden erfolgreich | 02.11.13

Bei dem nach Spielschluss aus der schmucken Spielstätte des USV TU Dresden in die Dresdner Neustadt verlegten Teamausflug kosteten die Regionalligavolleyballer des SV Stahl Unterwellenborn ihren zweiten Sieg im zweiten Auswärtsspiel voll aus. Die Stahlwerker siegten in einer gutklassigen Partie vor ordentlich gefüllter Zuschauerkulisse am Ende hochverdient glatt in 3 Sätzen und ließen den Sachsen dabei jeweils maximal 20 Punkte. Ein großes Kompliment geht erneut an die zahlreich mitgereisten Stahl-Fans, die großen Anteil am Auswärtserfolg hatten.
Die Rollenverteilung vor der Partie stellte eine spannende Partie in Aussicht. Dresden wollte nach misslungenem Saisonstart mit 3 sieglosen Spielen unbedingt gegen den Aufsteiger aus Thüringen gewinnen. Für Stahl ist im Kampf um den Klassenerhalt ohnehin jeder Punkt wichtig. Und bereits die Startphase des Spiels hatte einiges zu bieten. Nach kurzem hin und her stand es schon 2:1 für die Dresdner. Sie bejubelten gerade einen knallharten Sprungaufschlag von Mathias Heisig, der aber laut Aufstellungsblatt nicht auf dem Spielfeld hätte stehen dürfen. Regelkonform wurde die Anzeigetafel auf einen 2:0 Zwischenstand für die Stahlwerker korrigiert, die fortan obenauf agierend und unterstützt durch eine gute erste Annahme, sehr gut gesetzte Blöcke und gewohnt starke Angriffe fast jeden Spielzug siegreich gestalteten. Folgerichtig ging dieser Durchgang über die Stationen 10:5 und 24:18 einen Punkt später überraschend deutlich an den Aufsteiger aus Thüringen.
Die TU’ler setzten in Satz 2 mit einer personellen Umstellung auf mehr Routine im Zuspiel, was zunächst den gewünschten Erfolgt brachte. Dem Stahl-Sechser fehlten in dieser Phase die richtigen Mittel, weshalb die Gastgeber verdient mit 9:2 in Front gingen. Nun schickte auch Stahl-Trainer Bernd Gräf seinen zweiten Zuspieler Falk Pöppel ins Rennen, der fortan ein goldenes Händchen bewies. Schrittweise kämpfte sich Stahl zurück ins Spiel, glich beim Stand von 13:13 aus, musste aber postwendend den nächsten Schreck verdauen. Philipp Rosenbusch, eine wichtige Stütze im Außenangriff der Stahlwerker, verletzte sich bei einer Netzaktion am Sprunggelenk und konnte vorerst nicht weiter spielen. Matthias Welsch übernahm die für ihn ungewohnte Position und holte mit einer überlegten Angriffsaktion gleich den nächsten Punkt für den Stahl-Sechser. Völlig unbeeindruckt von den Geschehnissen spulte das ganze Team im weiteren Satzverlauf sein Pensum herunter und kämpfte sich als Team bis zum 25:20 Satzsieg.
Philipp Rosenbusch stellte sich im Folgedurchgang trotz Schmerzen in den Dienst der Mannschaft. Dresden stand nun mit dem Rücken zur Wand und hielt die Partie trotz kleiner Vorsprünge Stahls bis zur Zielgeraden offen. Erst spät erkämpfte sich der Stahl-Sechser die entscheidenden Spielzüge, woran auch eine Auszeit des USV beim 22:19 Zwischenstand für Stahl nichts mehr am letztlich deutlichen 25:20 Satzgewinn der Gäste änderte.
In zwei Wochen muss Stahl erneut auswärts antreten. Dann wird man zu Gast beim VC Gotha sein. Trotz der bisher makellosen Bilanz auf fremden Hallenboden wäre hier bereits der Gewinn eines Punktes – also das Erreichen des Tiebreaks – mehr als eine Überraschung, da in den Reihen des Gastgebers zahlreiche ehemalige Erst- und Zweitligaakteure stehen.


H1: Stahlwerker verlieren knapp im Tiebreak | 21.10.13

Die Regionalligavolleyballer des SV Stahl Unterwellenborn unterliegen bei ihrem zweiten Heimspiel dem Erfurter Volleyballclub nach 143 hartumkämpften Spielminuten knapp 2:3 nach Sätzen, erhalten aber dank der seit dieser Saison neu eingeführten Zählweise durch das Erreichen des Tie-Breaks immerhin einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Berücksichtigt man allerdings den Spielverlauf im 4. Satz und darüber hinaus die Tatsache, dass die Gäste nur mit minimalem Kader antraten, hat man an diesem Abend eigentlich 2 verschenkt.
Die Stahlwerker offenbarten dieses Mal im gesamten Spielverlauf drei wesentliche Schwachstellen. Zum einen wackelte die Annahme ein ums andere Mal gewaltig, so dass das schnelle Spiel über die Mittelblocker nicht oder nur selten aufgezogen werden konnte. Zum anderen bekam der Block in keiner Phase wirklich Zugriff auf das Spiels, so dass die EVC-Angreifer immer wieder mit einfachen Angriffsschlägen zum Punkterfolg kamen. Zudem fanden die sonst gewohnt druckvollen Sprungaufschläge nur selten das gegnerische Feld, so dass man die Annahme der Gäste nicht wirklich in Verlegenheit bringen konnte.
Trotz der angesprochenen Schwächen der Stahlwerker entwickelte sich im gesamten Spiel ein offener Schlagabtausch, wobei Erfurt in Satz 1 dank cleverer Spielweise immer ein bis zwei Punkte in Front lag. Der Stahl-Sechser steigerte sich und ging beim Stand von 21:20 erstmals in Führung. Die Mannen im Kapitän Anton Rogow verpassten es in der Folge zunächst, den eigenen ersten Satzball zu nutzen, konnten später 2 der Gäste abwehren und verwandelten schließlich die nächste Möglichkeit zum 28:26 Satzerfolg.
Leider schaffte es der Stahl-Sechser nicht, diesen Schwung mit in Satz 2 zu nehmen. Immer wieder setzten die Außenangreifer des EVC mit platzierten Angriffen Nadelstiche. Ein erneut knapper Spielverlauf brachte mit 25:21 den Satzausgleich für die Gäste.
Zu Beginn des Folgedurchgangs änderte sich an der Ausgeglichenheit des Spiels zunächst nichts. Beim Stand von 8:8 übernahm dann Neuzugang Falk Pöppel die Regie im Zuspiel. Der kleinste Mann auf Seiten Stahls fügte sich gleich mit einem erfolgreichen Block und einem spektakulären Drückduell gut ins Spiel ein und brachte mehr Euphorie ins Team. Stahl distanzierte sich wenige Zähler vom Gegner, musste aber schließlich den 23:23 Ausgleich hinnehmen. Im entscheidenden Moment behielt man erneut die Nerven und nutze den 3. Satzball zum 27:25-Satzerfolg.
In Satz 4 schafften es die Stahlwerker sich über die Stationen 7:6 und 12:9 in Richtung Spielgewinn abzusetzen. Einige Unkonzentriertheiten und das Auslassen großzügigster Geschenke des Gegners brachten auch hier den späten Ausgleich (22:22), wobei der EVC am Ende das nötige Quäntchen Glück besaß (25:23). Auf Grund dieser knappen Satzniederlage und dem somit verpassten vorzeitigen Spielende war im anschließenden Tiebreak die Luft raus. Zum Seitenwechsel war zwar alles noch offen (7:8), zwei Zwischenspurts der Erfurter brachten dann aber die nötigen Punkte zum Spielgewinn. Ein großes Kompliment muss man hier den zahlreich erschienen Stahl-Fans machen, die das Team auch in schwierigen Phasen unermüdlich anfeuerte.
Als Fazit steht die Tatsache, dass sich die junge Stahltruppe mitten in einem Lernprozess befindet. Ausgenommen Jeffrey Bierwirth, hat bisher kein Stahl-Akteur Regionalligaerfahrung gesammelt. In Sachen Cleverness, taktischem Verhalten und Eigenfehlerquote ist noch viel Luft nach oben. Daran werden die Jungs weiter arbeiten und sich akribisch auf das nächste Spiel in knapp 2 Wochen beim bisher sieglosen USV TU Dresden vorbereiten.


H1: Vorstellung unserer Neuzugänge | 11.10.13

In der wenigen spielfreien Zeit soll sich endlich unseren Neuzugängen gewidmet werden. Den Anfang macht Sebastian Kretzschmar, der vom Bezirksligist SV Lok Niederlungwitz aus Glauchau an den Gelängeweg gewechselt ist. Viel Spaß beim Lesen:

Der 27-jährige Sebastian Kretzschmar gehört zu den Neuzugängen der Unterwellenborner Volleyballmannschaft für die aktuelle Regionalligasaison. Der sympathische Sachse, der bisher auf der Position der Außen-Annahme spielte, zeichnet sich vor allem durch seine enorme Reichhöhe aus, weshalb er für die Mannschaft in Block und Angriff eine gute Verstärkung ist. Dies zeigte er bereits im zweiten Saisonspiel beim TSV Leipzig, als er großen Anteil am Auswärtserfolg hatte. Darüber hinaus ist er durch seine ruhige und gelassene Art ein Zugewinn für das Mannschaftsgefüge, lobt Teammanager Stephan Gräf. Dass er mit seinen 1,96 m Körpergröße schon zu den Größten im Stahl-Kader gehört, ist im Vergleich mit der Ligakonkurrenz schon eine kleine Besonderheit.

Als Jugendlicher war der Linkshänder sportlich eigentlich im Basketball beheimatet. Freunde überredeten ihn doch auch einmal mit zum Volleyball zu kommen. Sein Ballgefühl und seine Körpergröße erleichterten ihm dabei den Zugang zur neuen Sportart und er etablierte sich fest im Schulsport. Nach dem Abitur und dem Zivildienst führte ihn das Studium der Politikwissenschaft und der Geschichte schließlich nach Jena, wo sich später, nach mehrjähriger Volleyballpause, auch die Heimat wieder meldete. Seine Schulfreunde, die mittlerweile alle im heimischen Volleyballverein spielten, brauchten neue Mitspieler. Nicht alles war verlernt und sehr schnell etablierte sich Sebastian Kretzschmar als Stammspieler. „Die Truppe war einfach super und dafür bin ich gern jedes Wochenende zum Training und zu den Punktspielen nach Hause gefahren.“ Sechs Jahre spielte er beim sächsischen Volleyballverein SV Lok Niederlungwitz in Glauchau. Zu seinen größten sportlichen Erfolgen in dieser Zeit zählt der Aufstieg in die Bezirksliga in der Saison 2010/11. Auch in der Thüringer Beachserie ist Sebastian kein Unbekannter. Einige gute Platzierungen sind bei den alljährlichen Turnieren bereits herausgesprungen. Parallel zum Wettkampfbetrieb boten die zahlreichen Hochschulsportkurse der Universität die Möglichkeit, auch unter der Woche ambitioniert Volleyball zu spielen. Hierbei entstanden Freundschaften und Kontakte, die letztlich einen wichtigen Grundstein für den Wechsel zum SV Stahl Unterwellenborn bildeten.
Nach einem Probetraining und weiteren Trainingseinheiten in Unterwellenborn war die Entscheidung dann besiegelt. „Ein bisschen Wehmut war schon dabei, aber die Möglichkeit, Regionalliga zu spielen, ist sehr attraktiv“, resümiert er heute seine Entscheidung. Auf Grund der sehr guten Trainingsbedingungen und der Tatsache, dass mittlerweile insgesamt 6 Leute aus Jena zum Training nach Saalfeld pendeln, nimmt er auch weiterhin gerne die wöchentlichen Fahrtstrecken in Kauf. Von seinen Mannschaftskollegen wurde er unterdessen bereits sehr gut aufgenommen. „Ich komme mit allen ganz gut klar. Als Neuer ist das ja auch etwas kompliziert, da die Alteingesessenen um ihre Stammpositionen fürchten“ betont er mögliche Reibungspunkte, schiebt in seiner lockeren Art aber auch gleich nach, dass es nichts gibt, was man beim obligatorischen Bier nach getaner Trainingsarbeit nicht klären könnte. Aufgefallen ist ihm bereits nach kurzer Kennlernphase die Tatsache, dass sich sein neues Team durch den enormen Ehrgeiz auszeichnet, die Klasse unbedingt halten zu wollen. Auf die Frage hin, wo der SV Stahl am Ende der Saison stehen wird, antwortet Sebastian selbstbewusst: Im Mittelfeld der Tabelle.


H1: Stahl holt ersten Saisonsieg auswärts in Leipzig | 05.10.13

Im zweiten Saisonspiel in der Regionalliga Ost ist der Knoten bei den Stahl-Volleyballern endlich geplatzt. In einem kurzweiligen Spiel vor leider lichter Zuschauerkulisse verbuchten sich die Gräf-Schützlinge beim TSV 76 Leipzig in knapp 80 Minuten dank einer guten kämpferischen Leistung mit einem klaren 3:0-Erfolg die ersten 3 Punkte aufs Habenkonto.
Im Gegensatz zum Spiel gegen Markkleeberg war Stahl an diesem Tag von Beginn an auf dem Feld präsent. Eine relativ hohe Fehlaufgabenquote der Gastgeber spielte Stahl in die Karten. Auf die harten Diagonalschläge der Leipziger über beide Außenpositionen jedoch konnte sich der Stahl-Sechser anfangs nicht einstellen. Somit war die Partie bis zum Stand von 9:9 noch ausgeglichen, ehe Martin Fröhlich vom Aufgabenpunkt für einen ersten kleinen Vorsprung sorgte (12:9). Die TSV’ler bewahrten die nötigen Ruhe und setzten sich mit platzierten Angriffen und der Zuarbeit der schwächelnden Stahl-Annahme auf 24:20 ab. Die Stahlwerker hatten in dieser eigentlich aussichtlosen Situation eine eindrucksvolle Antwort parat. Kapitän Anton Rogow servierte vier Sprungaufschläge in Folge und setzte damit Annahme und Spielaufbau des TSV so unter Druck, dass die Angriffe der Leipziger entweder im Block oder neben dem Spielfeld landeten. Stahltrainer Bernd Gräf hatte in dieser Phase mit seinen kleinen Taktikspielchen seinen Anteil am Erfolg. Auch eine Auszeit des Leipziger Trainers bei 24:22 konnte die Aufholjagd der Gäste nicht unterbinden, die sich völlig überraschend den ersten Satzball der jungen Saison erkämpften (25:24). Dieser blieb noch ungenutzt, der dritte jedoch wurde schließlich beim 28:26 Endstand frenetisch gefeiert.
Der Stahlsechser war nun endlich in der neuen Liga angekommen und spielte fortan mit deutlich mehr Selbstbewusstsein und Spielfreude. Besonders die beiden Neuzugänge Sebastian Kretzschmar und Matthias Welsch steuerten auf der Mittelblockposition, durch Pässe von Martin Fröhlich mustergültig in Szene gesetzt, zahlreiche Punkte bei. Somit entstanden auch für die Außenangreifer oftmals 1:1-Sitationen, die von Jeff Bierwirth und Phillip Rosenbusch routiniert genutzt wurden. Über die Stationen 13:7 und 20:13 war nach 52 Minuten dank der seit dieser Saison neu eingeführten Spielwertung ein Punkt eingefahren.
Die Stahlwerker jedoch wollten deutlich mehr als diesen einen Zähler und untermauerten ihre Ambitionen im Folgedurchgang, in dem Stahl von Beginn an weiter mit mannschaftlicher Geschlossenheit gefiel. Sebastian Kretzschmar übernahm bei 2:3 die Aufgabe und servierte 7 Aufschläge in Folge zur deutlichen 9:3 Führung. Da sich der Gastgeber jedoch keineswegs geschlagen gab, war der Satzausgang nach einer ausgedehnten Schwächephase des Stahl-Sechsers bei 12:12 postwendend wieder völlig offen. Aber die Gräf-Schützlinge bewiesen nach einer Auszeit auch hier Moral und kämpften sich bis zum 25:21 Satzerfolg, der den ersten Dreier für den Aufsteiger aus Thüringen bedeutete und von den mitgereisten Fans ausgelassen gefeiert wurde.


H1: Premiere in der Fremde | 02.10.13

In ihrem zweiten Regionalligaspiel müssen die Stahl-Volleyballer dieses Mal auswärts ran. Mit dem TSV Leipzig 76 wartet einer der zahlreichen Sächsischen Mannschaften der Liga, die für die Gräf-Schützlinge erneut eine große Unbekannte ist. Leipzig schaffte in der Vorsaison einen sicheren Platz im Tabellenmittelfeld und hatte mit dem Abstieg nichts zu tun. Ein deutlicher 3-Satzsieg gegen den späteren Regionalmeister VSV Jena unterstreicht das Spielniveau der TSV‘ler. Auch im Auftaktmatch der aktuellen Saison konnte Leipzig gegen die aus der dritten Bundesliga abgestiegenen Mannen vom VSV Oelsnitz zumindest im ersten Satz mit 25:16 eine erste Duftmarke setzen. Da Oelsnitz am Ende doch mit 3:1 triumphierte, werden die Leipziger sicherlich alles daran setzen, vor eigenem Publikum gegen den Liganeuling aus Unterwellenborn die ersten Punkte einzufahren. Stahl hat das Auftaktmatch gegen Markkleeberg in den vergangenen Trainingseinheiten aufgearbeitet und ist seinerseits gewillt, sich dieses Mal deutlich besser zu verkaufen. Dafür ist das Team um Kapitän Anton Rogow gut beraten, mit mehr Selbstbewusstsein in die Partie zu gehen und natürlich in allen Spielelementen eine Schippe draufzulegen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ist dann vielleicht das erste Erfolgserlebnis möglich.


H1: Niederlage zum Saisonauftakt | 23.09.13

Es war für die Volleyballer des SV Stahl Unterwellenborn die erwartet schwere Saisonpremiere gegen den Vizemeister des Vorjahres. Vor etwa 150 Zuschauern untermauerten die Gäste aus Markkleeberg am Ende deutlich in drei Sätzen mit jeweils 14, 15 und 19 Punkten für den Aufsteiger aus Thüringen ihre Favoritenrolle. Die Stahl-Volleyballer sind damit unsanft auf dem Boden der Realität gelandet und bereiten sich nun auf die nächste Partie beim TSV 1976 Leipzig in knapp zwei Wochen vor.
Der Spielverlauf erinnerte sehr an das erste Spiel, das man damals als Thüringenligaaufsteiger gegen den VC Altenburg bestritt. Von Beginn war der Mannschaft von Trainer Bernd Gräf der viel zu große Respekt vorm Gegner und eine gehörige Portion Nervosität deutlich ins Gesicht geschrieben und spiegelte sich in den Handlungen auf dem Spielfeld wider. Siegeswille und der nötige Biss waren unverständlicherweise kaum zu erkennen. Abstimmungsprobleme, die in dieser frühen Phase der Saison noch verständlich sind, taten ihr Übriges, weshalb der Stahl-Sechser im gesamten Spielverlauf wie mit angezogener Handbremse agierte und damit weit unter den eigenen Erwartungen blieb.
Der Einstieg ins Spiel gestaltete sich bis zum Stand von 8:7 für Stahl noch relativ ausgeglichen, ehe Markkleeberg die Oberhand im Angriffs- und Blockspiel gewann und sich beständig zum Satzfinale punktete. Die Leistungsträger im Stahl-Sechser schafften es in dieser Phase nicht, durch eigene Aktionen für die nötige Ruhe zu sorgen. Auch in Satz 2 hatte die Stahl-Annahme Probleme mit dem druckvollen Aufschlagspiel der Gäste, weshalb man von Beginn an einem Rückstand hinterher lief. Über die Stationen 1:4 und 4:12 war bereits auch in diesem Satz eine Vorentscheidung gefallen. Als dann in Satz 3 endgültig nichts mehr zu verlieren war, zeigte Stahl nun ansatzweise sein Potenzial. Der Vorsprung der TSG schmolz bis auf wenige Punkte (18:15) und veranlasste den Gästetrainer zu seiner ersten Auszeit des Spiels. Diese Maßnahme fruchtete und brachte seine Mannen endgültig auf die Siegerstraße.
Die Niederlage muss nun schnell abgehakt werden. Die aufgezeigten Defizite sollten nun Ansporn für die nächsten Trainingseinheiten geben. Ein großes Kompliment geht an die tolle Zuschauerkulisse, die das Team trotz der mäßigen Leistung hervorragend unterstützt hat.


H1: Saison für unsere Regionalligavolleyballer beginnt | 17.09.13

Nur noch wenige Tage, dann ist es endlich soweit. Alle organisatorischen Vorbereitungen sind erfolgreich abgeschlossen und nun steht das erste Regionalligaspiel der Unterwellenborner Vereinshistorie unmittelbar vor der Tür. Und als ob dieses einmalige Event, dem die gesamte Abteilung Volleyball freudig entgegen fiebert, noch nicht aufregend genug wäre, hält der Spielplan der Regionalliga Ost für das erste Punktspiel gleich ein Heimspiel bereit. Die volleyballbegeisterten Fans der Stahlwerker können also live bei der Premiere ihres Teams dabei sein. Als Gegner in der Grünen Mitte in Saalfeld wird um 18 Uhr die TSG Markkleeberg am hohen Netz gegenüber stehen. Hinter dem Regionalmeister VSV Jena, der Thüringen in dieser Saison in der dritten Bundesliga vertritt, wurden die Sachsen in der abgelaufenen Saison zweiter und können damit auf eine erfolgreiche Spielzeit mit 12 Siegen in 18 Spielen zurückblicken. Die Stahlwerker sind zwar amtierender Thüringenmeister, gehen aber als Aufsteiger und somit Liganeuling als klarer Außenseiter in die Partie. Zu verlieren haben die Gräf-Schützlinge ohnehin nichts, stattdessen kann man erstmals Regionalligaluft schnuppern und eigentlich befreit aufspielen. Der Stahl-Sechser ist natürlich trotzdem hoch motiviert, sich vor dem eigenen Publikum so teuer wie möglich zu verkaufen. Dabei zählen die Mannen um Kapitän Anton Rogow auf eine prall gefüllte Tribüne. Es wird die Fans ein kleines Rahmenprogramm geben und für das leibliche Wohl ist wie immer bestens gesorgt.


Die heiße Phase beginnt | 14.09.13

Für den amtierenden Thüringenmeister wird es langsam ernst. In knapp einer Woche startet das Projekt Regionalligavolleyball in Unterwellenborn mit einem Heimspiel gegen die TSG Markkleeberg. Das Heimdomizil der Stahlwerker wird die Dreifelderhalle „Grüne Mitte“ in Saalfeld sein... Die größere Halle ist durch die Lizenzauflagen vorgeschrieben. Bis zum Saisonstart stehen noch einige schweißtreibende Trainingseinheiten für den Stahl-Sechser auf dem Programm, in denen es hauptsächlich darum geht, in allen Mannschaftsteilen die Feinabstimmung weiter zu verbessern und die Neuzugänge ins Team zu integrieren. Das Gesicht der Mannschaft wird sich nur wenig verändern, weshalb Stahl-Trainer Bernd Gräf auch in der kommenden Saison auf einen gewohnt vollen Kader zurückgreifen kann. Einzig Zuspieler Jan Gölitzer wird volleyballtechnisch kürzer treten, da er der Geburt seines zweiten Kindes entgegensieht. Deshalb bestand auf dieser Position unbedingt Handlungsbedarf, der mit Falk Pöppel frühzeitig vollzogen wurde. Er wird in der kommenden Saison neben Martin Fröhlich auf dieser Position die spielerischen Geschicke des Stahl-Sechsers leiten. Hinzu kommen Matthias Welsch und Sebastian Kretzschmar, die die Angriffspositionen verstärken werden. Der früher in den Jugendmannschaften des SV Stahl aktive Franz Zahoransky spielt vorrangig für die zweite Mannschaft in der Bezirksklasse Nord, kann aber auf Grund seines Alters parallel im Regionalligasechser spielen. Er soll für seine positive Entwicklung und die guten Trainingsleistungen belohnt werden und stückweise an die erste Mannschaft herangeführt werden. Für die restliche Vorbereitungszeit stehen noch Testspiele auf dem Plan. In einem Vergleich mit dem Ohrdrufer SV, der sich im Trainingslager in Bad Blankenburg auf die neue Saison vorbereitete, musste sich der SV Stahl zwar klar nach Sätzen geschlagen geben. In den einzelnen Sätzen jedoch hatte der Stahl-Sechser auch Chancen auf einen Satzsieg, konnte die Vorsprünge letztlich jedoch nicht ins Ziel retten. Unabhängig vom Ergebnis brachte der Test zahlreiche Ansatzpunkte, an denen in den letzten Trainingseinheiten intensiv gefeilt werden kann.