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Volleyball Landesmeisterschaft U20 w | Saison 2023/24


2. Spieltag am 05.11.2023

SV Stahl Unterwellenborn liebt Krimis - jedes Spiel ging über die volle Distanz und holt sich hauchdünn den Turniertagessieg

hintere Reihe von links: Yasmin Riedel, Anna Dienemann, Mandy Lenzner, Leonie Mock, Anna-Lena Merz, Denise Freundel, Talina Pohl
vordere Reihe: Nelli Koglin, Nelly Arndt, Mia Ehrhardt und Tabea Frisch

Zum 2. Spieltag traten 11 spielfähige und eine verletzte Spielerin mit ungewöhnlich viel Anhang die Reise nach Altenburg an. Wiederum standen 4 Spiele über jeweils 2 Gewinnsätze auf dem Programm. Nach dem 3. Platz in ihrer 5er Gruppe hatte es Stahl nun in der Staffel B mit Mannschaften auf Augenhöhe zu tun, während die besser platzierten 5 Teams in der Staffel A ihren Spieltag in Erfurt absolvierten. Um es gleich vorweg zu nehmen, das gezeigte Spielniveau aller Teams befand sich nahezu auf Augenhöhe. Das junge Stahl Team ging in allen Begegnungen über die gesamte Distanz von 3Sätzen, die Entscheidung über den Spielsieg fiel somit immer erst im Tie break. Insgesamt gingen 8 der 10 angesetzten Spiele über die volle Distanz, so dass die Entscheidung über die Plätze erst spät fiel. Beim ersten Kontrahenten handelte es mit SW Erfurt II um eine Mannschaft, deren Mädels nicht aus dem Sportgymnasium kommen. Nach dem gewonnenen ersten Satz ließ Stahl die Zügel schleifen und wurde prompt mit dem Satzausgleich bestraft. Im ersten Tie break war zumindest die Konzentration wieder da, der verkürzte Satz deutlich gewonnen und damit der erste Sieg eingefahren. Im zweiten Spiel stimmte zunächst im Stahl Team überhaupt nichts und der erste Satz wurde mit desolater Leistung deutlich verloren. Nach einer radikalen Umstellung auf mehreren Positionen rappelte sich das Team auf. Obwohl die Mannschaft deutlich stärker aufspielen kann als gezeigt, reichte es, um in den anschließenden beiden Sätzen das Steuer noch auf Sieg herumzureißen. Im dritten Spiel ging es gegen Altenburg, von der Papierform her eigentlich die stärkste Mannschaft, die allerdings auch einen rabenschwarzen Tag hatte. Den ersten Satz fand das Stahl Team keine spielerischen Mittel, um ernsthaft um den Satzgewinn mitzuspielen. Mit gehöriger Portion Wut im Bauch über sich selbst, wurden dann die Sätze 2 und 3 eine Beute der Unterwellenborner Mädels. Dabei ist anzumerken, dass der Sieg im Tie break erst nach einer dramatischen Schlussphase mit dem 18. Punkt gelang. Mit drei Siegen im Rücken sollte das Spiel gegen die bisherigen sieglosen Jenaerinnen eigentlich reine Formsache werden, ein vierter Sieg war fest eingeplant, doch es sollte anders kommen Stahl führte am Ende des 1. Satzes mit 7 Punkten Vorsprung, konnte jedoch mehrmals den Satzball nicht verwandeln. Jena holte Punkt für Punkt auf und überrumpelte das Stahl Team und drehte mit dem 28. Punkt noch den Satzausgang. Doch Stahl zeigte im 2. Satz Courage und fertigte Jena ganz klar mit 13 Punkten Differenz ab. Da bisher alle Tie Breaks gewonnen wurden, ging man vermutlich mit zu viel Selbstsicherheit in den entscheidenden Satz. Zum letzten Wechsel befanden sich beide Teams noch aus Augenhöhe, doch anschließend verloren die Mädels des Stahl Sechsers die Nerven und Jena enteilte durch leichte Fehler des Kontrahenten und holte sich den ersten Sieg in der Landesmeisterschaft. Nach Auszählen der kleinen Punkte holte sich stahl mit einem Plus von 4 bei gleichem Siegpunkte- und Satzstand vor SW Erfurt den Turniersieg und steigt somit in die leistungsstarke A-Gruppe zum nächsten Spieltag auf. Hier bedarf es einer Leistungssteigerung gegen die starken Teams aus Erfurt, Sonneberg und Gera, um mitspielen zu können.